Rohstoffverknappung und steigende Kosten
Versorgungsengpässe und damit verbundene Kostensteigerungen bei den Rohstoffen zur Herstellung elastischer Bodenbeläge nehmen seit Jahresanfang weiter zu, wie der Fachverband elastischer Bodenbelagshersteller (FEB) meldet.
BASF meldete in einer Pressemeldung einen Fall von "höherer Gewalt". Durch einen technischen Defekt sei das Unternehmen bis auf weiteres nicht in der Lage, Weichmacher herzustellen und ihren Lieferverpflichtungen nachzukommen.
Einkäufer von Weichmacherprodukten sehen sich damit nach Angaben des FEB einer ernsten Verknappung ausgesetzt. Der Bedarf übersteige bei Weitem das Angebot und die Preise sind seit Anfang 2010 um durchschnittlich 66 Prozent gestiegen. Gleichzeitig erhöhten sich die Preise für PVC-Pulver um 15 Prozent.
Kein Ende in Sicht
Ein Ende der Verknappung sei derzeit, bei weltweit steigender Konjunktur, nicht in Sicht. Im Gegenteil: Einige Hersteller rationalisieren ihre Produktportfolios und streichen ganze Komponenten aus ihren Programmen.
Verantwortlich seien die global steigende Nachfrage nach einer Krisen bedingten Drosselung, Ernteausfälle und die drastische Zunahme spekulativer Geschäfte durch Großbanken.
Die FEB-Mitglieder reagieren laut Verband auf die Verknappung mit der Optimierung und Globalisierung des Einkaufs sowie durch Veränderungen der Rezepturen. Falls diese Maßnahmen nicht ausreichen um die Kostensteigerung aufzufangen oder die Rohstoffkosten weiter steigen, müsse mit Preiserhöhungen für elastische Bodenbeläge gerechnet werden.