Betriebe im Bau- und Ausbaugewerbe blicken zuversichtlich in die Zukunft. Doch die Erwartungen an die Geschäftslage sind gedämpft.
Viele Aufträge, kleine Preise
Eine aktuelle Konjunkturumfrage im Süden Deutschlands hat ergeben: Die Stimmung und die Geschäftslage im Baugewerbe und Ausbauhandwerk werden von der Mehrzahl der Betriebe positiv eingeschätzt. Die Erwartungen sind aber gedämpft, meldet die Landesvereinigung Bauwirtschaft Bayern (LVB).
Die Aussagen für den Süden Deutschlands spiegeln das landesweite Bild wieder: Die Nachfrage nach Bau- und Ausbauleistungen hat sich seit dem Frühjahr überwiegend gut entwickelt, das Auftragspolster ist dicker geworden. Die Entwicklung der Baupreise konnte aber nicht in diesem Umfang mithalten.
Vergabepraxis kritisiert
LVB-Sprecher Hans Auracher verwies darauf, dass sich die Erwartungen an die Geschäftslage der nächsten Monate leicht eingetrübt haben. Er gehe davon aus, dass der Wohnungsbau anziehe, der Wirtschaftsbau bestenfalls stabil bleibe. Vom öffentlichen Bau seien keine großen Impulse zu erwarten. Im Zuge der Konjunkturumfrage wurde außerdem quer durch alle Betriebe die häufig undurchsichtige Vergabepraxis der öffentlichen Hand kritisiert.