Nachgefragt bei Dr. Uwe Gruber, Deutschland-Geschäftsführer bei Mapei
bwd Herr Dr. Gruber, ist die Übernahme der österreichischen Betontechnik der Einsicht geschuldet, dass im deutschen Markt die Entwicklungspotenziale bei Fliesen- und Fußbodentechnik limitiert sind?
Gruber Nein. Die Betontechnik ist ein österreichisches Unternehmen und hat mit der deutschen Mapei GmbH nur eingeschränkt zu tun. Unsere Schwerpunkte bleiben Keramik und Fußbodentechnik. Zu den Chancen: Noch haben wir in keinem der Segmente einen Marktanteil von 50 Prozent. Prinzipiell prüfen wir die Integration von Geschäftsbereichen, die Mapei in Italien erfolgreich bearbeitet.
bwd Welchen Hintergrund hat die Strategie der neuen Kernsortimente?
Gruber Wir bleiben klar fachhandelsorientiert und bieten diesen Partnern nun die Möglichkeit einer effizienteren, einfacheren Präsentation. Auch für den Verarbeiter wird die Situation dadurch übersichtlicher. Aber wir halten an unserem kompletten Sortiment fest, das gehört zu unserer Profistrategie. Und es entspricht nicht der Philosophie von Mapei, sich von irgendetwas zu trennen.
bwd Sie sind seit 1. April 2009 im Amt. Wie sieht die Aufgabenverteilung mit Heinrich Meier aus?
Gruber Herr Meier und ich bearbeiten beide die komplette Bandbreite an Tätigkeitsfeldern in der Geschäftsführung. Er ist ja gleichzeitig als Country Manager für die anderen Konzernbereiche zuständig. Ich kümmere mich zu 100 Prozent um Mapei Deutschland.
