Der schwedische Parketthersteller Berg & Berg ist auf der Gläubigerversammlung beim Amtsgericht Ronneby im Sommer mit seinem Restrukturierungsplan einvernehmlich auf Zustimmung gestoßen. Dieser wurde eingereicht und ist zwischenzeitlich rechtskräftig. Das Unternehmen teilte mit, alle Beteiligten – Lieferanten, Banken, Fiskus und Anteilseigner – hätten ihren Beitrag zum Neubeginn geleistet. Vorausgegangen war die Zusage von Sparbanken Eken, einer schwedischen Regionalbank, für eine entsprechende Kreditlinie. Dazu hatten die Anteilseigner mit den Mitgliedern des Aufsichtrats weiteres Kapital nachgeschossen.
Jan Söderberg und Ulf Palmberg halten unverändert deutlich die absolute Mehrheit am Unternehmen. Der Einstieg fremder Investoren wurde verhindert. Offenbar ist kein Personalabbau geplant, stattdessen soll die Produktion „planvoll“ ausgeweitet werden. Die Eigenkapitalquote liegt nach Unternehmensangaben bei 40 bis 50 Prozent. Berg & Berg sieht sich als einer der am solidesten finanzierten Parketthersteller Europas. So wurde zur Stärkung der Liquidität die Liegenschaft am Standort Kallinge an die Gemeinde Ronneby verkauft und zurückgemietet. Der Hersteller hat sich für die Zukunft die Entwicklung attraktiver Parkettböden im anspruchsvollen Bereich auf die Fahnen geschrieben und will sich als Premiumparkettanbieter etablieren. Das Sortiment wurde um eine Zweischichtproduktlinie erweitert. Berg & Berg will in Skandinavien und dem deutschsprachigen Raum über den qualifizierten Fachhandel verkaufen.