Die Zahl der abgeschlossenen Meisterprüfungen im Parkettlegerhandwerk hat 2015 gegenüber den Vorjahren wieder etwas zugenommen. Das ist der aktuellen Statistik des Deutschen Handwerkskammertags zu entnehmen.
Mit 15 bestandenen Prüfungen erfolgten die meisten Abschlüsse in Baden-Württemberg, gefolgt mit 14 in Hessen, sieben in Bayern und acht in Nordrhein-Westfalen. Nach dem Zentralverband Parkett- und Fußbodentechnik (ZVPF) bleibe jedoch die Problematik bestehen, dass sich seit der Novellierung der Handwerksordnung im Jahr 2004 und dem damit verbundenen Wegfall der Notwendigkeit eines Meistertitels zur Führung eines Parkettbetriebes die Anzahl der jährlich bestandenen Meisterprüfungen deutlich verringert hat. Im Verhältnis zu der Zeit vor der HWO-Novellierung werden nach heutigem Stand jährlich zwei Drittel weniger Meisterprüfungen abgelegt. Zwischenzeitlich habe sich auch herausgestellt, dass der Gesetzgeber durch die HWO-Novellierung der meisterlichen Ausbildung im Parkettlegerhandwerk und auch der Qualität der Bauleistung zu Lasten des Verbrauchers geschadet hat.
- Die Entwicklung der Zahlen bei den Parkettlegern:
2002: 123; 2003: 114; 2007: 28; 2008:33; 2009: 38; 2010: 30; 2011: 17; 2012: 27; 2013: 33; 2014: 28 und 2015: 44
Ähnlich wie im Parkettlegerhandwerk sind in den letzten Jahren auch die Zahlen der auszubildenden Meister in den Nachbargewerken des Estrich- und Fliesenlegerhandwerks
rückläufig. Insbesondere im Estrichlegerhandwerk stagnieren die Abschlusszahlen.
- Die Entwicklung der Zahlen bei den Estrichlegern:
2002: 45; 2003:27; 2007:15; 2008: 10; 2009: 7:; 2010: 7; 2011: 5; 2012: 8; 2013: 10; 2014:7 und 2015: 6.