Bauwirtschaft Branche für 2014 zuversichtlich

Um 2,8 Prozent könnte die Bauwirtschaft im Jahr 2014 wachsen. Zumindest wenn es nach der Vorstellung der Bundesvereinigung Bauwirtschaft geht. Um dieses Ziel zu erreichen, braucht die Branche allerdings mehr Personal.

Das Ausbaugewerbe konnte 2013 mit einem Plus von zwei Prozent einen Umsatz von insgesamt 80 Milliarden Euro erzielen. - © Erik Schuhmann/Fotolia

„Wir rechnen mit einem Umsatz von fast 220 Milliarden Euro in 2014, sagte Karl-Heinz Schneider, Vorsitzender der Bundesvereinigung Bauwirtschaft bei einer Pressekonferenz anlässlich der IHM in München. Das enspreche einem Wachstum von 2,8 Prozent. Um das Ziel erreichen zu können, benötige die Branche laut Schneider allerdings mehr Personal. Im Jahresdurchschnitt rechnet der Verband, der sowohl das Bau- als auch das Ausbauhandwerk vertritt, mit knapp 2,5 Millionen Beschäftigten.

Politik verhindert Investitionen

Stark sei weiterhin die Entwicklung im Wohnungsbau. Die Bauwirtschaft geht in diesem Jahr von der Fertigstellung von 225.000 neuen Wohnungen aus. Trotz dieses Wachstums fehlen nach Einschätzung des Verbandes jedoch bezahlbare Mietwohnungen in Deutschland. Allein in der abgelaufenen Legislaturperiode seien mehr als 300.000 Wohnungen zu wenig gebaut worden. „Diese Wohnungen fehlen weiterhin“, sagte Schneider. Gleichzeitig beklagte er, dass der Politik die Situation zwar bewusst sei, konkrete Maßnahmen zur Behebung des Problems jedoch ausblieben. Die von der Großen Koalition geplante Mietpreisbremse verhindert nach Ansicht von Schneider sogar die notwendigen Investitionen.

Nur leichtes Plus im Ausbaugewerbe

Das Jahr 2013 hat das Bau- und Ausbauhandwerk ein Umsatzplus von 2,1 Prozent abgeschlossen, wie Schneider weiterhin mitteilte. Unterm Strich haben die 300.000 Betriebe der Branche gemeinsam einen Umsatz in Höhe von 213,5 Milliarden Euro erzielt. Während die Unternehmen im Bauhauptgewerbe ihren Umsatz um 2,5 Prozent steigern konnten, fiel das Plus im Ausbaubaugewerbe mit einem Anstieg von nur einem Prozent deutlich kleiner aus. Laut Schneider schnitt aber der Bereich Dienstleistungen und Gebäudetechnik mit einer Umsatzsteigerung um fast drei Prozent im Vergleich am besten ab.

Der Umsatz im Bauhauptgewerbe lag nach Angaben des Verbands bei 82 Milliarden Euro . Das Ausbaugewerbe erwirtschaftete 80 Mrd. Euro und der Bereich Energie- und Gebäudetechnik erreichte ein Ergebnis von 58 Milliarden Euro.