Initiative Mit einer Stimme Uzin ist neuer Unterstützer

Als erster namhafter Hersteller aus der Bauchemieindustrie unterstützt die Uzin Utz AG die Handwerkerbewegung ‚Mit einer Stimme‘ gegen die Gewährleistungsfalle bei Produktmängeln.

Die Fairplay Initiative 'Mit einer Stimme' versucht bis zum Frühjahr 2015 mindestens 50.000 Unterstützer für eine Online-Petition zum deutschen Bundestag zu mobilisieren. Es haben sich bereits mehr als 7.000 Personen gegen die aktuelle Rechtslage ausgesprochen und als Unterstützer auf www.miteinerstimme.org eingetragen. Neuer Unterstützer der Initiative ist jetzt die Uzin Utz AG, als namhafter Hersteller aus der Bauchemischen Industrie.

Grundlage für Erfolg ist Zusammenarbeit

Unternehmen der Herstellerindustrie für das Bauhandwerk hielten sich laut den Organisatoren der Initiative bisher meist bedeckt. Die aktuelle Rechtslage birgt für sie keine besonderen Risiken. Doch nur eine partnerschaftliche Zusammenarbeit kann Grundlage erfolgreichen Wirtschaftens sein, meint Dr. H. Werner Utz, Vorstand der Uzin Utz AG. „Wir sehen die erheblichen wirtschaftlichen Risiken, denen insbesondere kleine und mittlere Handwerksbetriebe durch das aktuelle Gewährleistungsrecht ausgesetzt sind“, sagt Dr. Utz. Das Unternehmen unterstütze den Wunsch des Handwerks nach einer fairen Risikoverteilung für mangelhaft hergestellte Produkte. In der eigenen Vertriebskette seien aufgrund der Art und Qualität der Produkte jedoch keine nennenswerten negativen Rückmeldungen festgestellt worden. Gutes Wirtschaften sei jedoch nur da möglich, wo Risiken kalkulierbar bleiben und fair verteilt werden. „Insbesondere muss sichergestellt sein, dass auch derjenige für einen Mangel und dessen Folgen eintritt, der diesen zu verantworten hat“, gibt Dr. Utz zu bedenken. Es müsse eine praktisch handhabbare und auch versicherbare Regelung gefunden werden. „Ganz wichtig ist es dennoch, dass auch die zeitliche Komponente nicht vernachlässigt wird. Deshalb schließen wir uns der Initiative 'Mit einer Stimme' an und bitten alle Akteure in unserer Branche, ebenfalls über eine mögliche Unterstützung des Handwerks nachzudenken“, kommentiert der Vorstandsvorsitzende seine Entscheidung. Nur so könne in absehbarer Zeit die Rechtsunsicherheit beseitigt werden.

Expertenkommission eingesetzt

Schon seit einem Jahr ist die Tinte auf dem Koalitionsvertrag trocken, dennoch hat sich in Bezug auf das dort gegebene Versprechen „im Gewährleistungsrecht dafür sorgen zu wollen, dass Handwerker und andere Unternehmer nicht pauschal auf den Folgekosten von Produktmängeln sitzen bleiben, die der Lieferant oder Hersteller zu verantworten hat“ noch nicht viel getan. Das Bundesjustizministerium hat zwischenzeitlich eine Expertenkommission eingesetzt, um Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Eine greifbare Umsetzung ist jedoch nach wie vor offen.