Der vorläufige Insolvenzverwalter der Armstrong DLW GmbH, Rechtsanwalt Martin Mucha von der Kanzlei Grub Brugger & Partner, beginnt mit der Ansprache potenzieller Interessenten und der Suche nach Investoren für den Hersteller von Bodenbelägen.
Wie das Unternehmen mitteilt, hat der vorläufige Gläubigerausschuss einem strukturierten Bieterverfahren, das Mucha mit Ernst & Young umsetzen wird, zugestimmt.
Nach erster Analyse der wirtschaftlichen Lage gab Mucha grünes Licht für die Teilnahme an der BAU 2015. „Löhne und Gehälter der Beschäftigten im vorläufigen Insolvenzverfahren sind gesichert, der Geschäftsbetrieb ist stabilisiert, die Auftragslage ist gut, da Kunden und Lieferanten zum Unternehmen stehen“, fasst Mucha die Aktivitäten seit seiner Bestellung Mitte Dezember 2014 zusammen. Damit habe sich das Unternehmen eine solide Grundlage für die nächsten Schritte geschaffen.
„Unsere Vorgehensweise ist mit dem vorläufigen Gläubigerausschuss abgestimmt“, so Mucha weiter. „Parallel zur Suche nach geeigneten Investoren stellen wir intern zunächst die Organisation, Strukturen und Prozesse des Unternehmens auf den Prüfstand, um dann über die Einleitung notwendiger weiterer Sanierungsmaßnahmen entscheiden zu können.“„Wir sehen Potenziale und Chancen im Mittleren Osten, können und wollen generell unser Händlernetz sowie unsere Vertriebsorganisation weiter stärken“, ergänzt Irving-Swift, Geschäftsführer der Armstrong DLW GmbH. „Darüber hinaus sind wir durch unseren bisherigen Mutterkonzern weiterhin auf dem US-amerikanischen Markt aktiv.“
Der Hersteller von Bodenbelägen hatte Mitte Dezember 2014 Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt, nachdem die Muttergesellschaft die Entscheidung getroffen hatte, sich aus dem Bodenbelags-Geschäft in Europa, Russland, dem Mittleren Osten und Afrika zurückzuziehen und die deutsche Tochtergesellschaft nicht mehr finanziell zu unterstützen.