Die Bauwerk Boen Gruppe hat im ersten Halbjahr 2015 seinen erfolgreichen Kurs fortgesetzt. Mit etwa 4,7 Millionen verkauften Quadratmetern Parkett konnte eine Steigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 7,4 Prozent erzielt werden. Da sich auch die Verkaufspreise erhöhten, ergab sich ein währungsbereinigtes Plus von 8,9 Prozent.
Auch die Kernmärkte Deutschland, Schweiz und Norwegen entwickelten sich weiterhin gut, genauso wie Großbritannien. Beide Marken, Bauwerk Parkett und Boen, haben laut Unternehmen zum Ausbau der Marktanteile beigetragen. Die Exportmärkte ausserhalb Europas steuern rund fünf Prozent zum Gesamtumsatz bei. Insbesondere die im ersten Halbjahr erfolgte Gründung der Bauwerk Boen Group Asia mit Basis in Hongkong soll mittelfristig zu einem Ausbau des Asienanteils führen.
Verbesserung der Profitabilität
Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) konnte überproportional von 13,9 Millionen CHF auf CHF 14,8 Millionen gesteigert werden, womit die Marge um 100 Basispunkte auf 11,1 Prozent ausgebaut wurde. Die EBIT-Marge erhöhte sich entsprechend, dank leicht tieferer Abschreibungen von 4,8 Prozent auf 6.1 Proeznt. Trotz negativer Währungseffekte beginnen somit die Effizienzgewinne aus dem Zusammenschluss und den erfolgten Verlagerungen der Produktionskapazitäten zu greifen. Aufgrund der Aufhebung des Euro-Mindestkurses zum Schweizer Franken per Mitte Januar mussten zum vorgängig höheren Euro-Kurs eingekaufte Warenlager im ersten Halbjahr 2015 abgeschrieben werden. Dieser währungsbedingte Einmaleffekt belastet das Unternehmensergebnis in der Position ausserordentlicher/einmaliger Aufwand mit rund 2,7 Millionen CHF. Die verbleibenden 0,5 Millionen betreffen ausserordentliche Aufwendungen im Zusammenhang mit Optimierung der Logistik und Verkauf einer nicht mehr betriebsnotwendigen Liegenschaft.
Stabile Finanzierung
Die Bilanz- und Finanzierungskennzahlen der Bauwerk Boen Gruppe haben sich nicht wesentlich verändert. Unter Berücksichtigung der zur im Frühjahr 2013 begebenen 4.125 Prozent Obligationenanleihe nachrangigen Aktionärsdarlehen von 37,3 Millionen CHF beträgt die Eigenkapitalquote zum 30. Juni 40,7 Prozent (im Vergleich zu 41,1 Prozent per 30.6.2014).
Ausblick
Aufgrund der positiven Entwicklung des Geschäftes im ersten Halbjahr, den aus der Produktionsverlagerung resultierenden Einsparungen sowie weiteren Massnahmen zur
Verbesserung der Konkurrenzfähigkeit und Marktbearbeitung ist die Bauwerk Boen Group laut eigenen Angaben trotz anhaltendem Gegenwind durch die Währungssituation zuversichtlich für das traditionell stärkere zweite Halbjahr.