Ob ein Estrich belegreif ist, zeigt nur die Messung. Der Rechner vergleicht die CM-Werte aller Messstellen mit den Grenzwerten, die für Estrichart, Beheizung und Belag gelten. Maßgebend ist der höchste Messwert.
An einer Stelle gehen die Regelwerke auseinander: Für beheizten Calciumsulfatestrich lässt DIN 18560-1 seit der Ausgabe 2015 einen höheren Wert zu, als ihn das Boden- und Parketthandwerk weiter verlangt. Liegt der Messwert dazwischen, sagt der Rechner das, statt einen der beiden Werte stillschweigend anzuwenden. Ähnlich bei Zementestrich unter Fliesen auf Fußbodenheizung: Dort ist die Fachregel großzügiger als der allgemeine Wert der Norm.
Ergebnis
Das Ergebnis wird berechnet …
So wird gemessen
- Die Probe über den ganzen Querschnitt des Estrichs entnehmen, bei Heizestrich nur an den markierten Messstellen.
- Die Probe zügig zerkleinern und einwiegen, damit sie keine Feuchte verliert oder aufnimmt. Einwaage und Ablesezeit richten sich nach der Anleitung des CM-Geräts und der Arbeitsanweisung der Fachverbände.
- Bei Heizestrich müssen die Messstellen vor dem Einbau festgelegt und markiert werden, damit bei der Probenahme kein Rohr beschädigt wird. Ohne markierte Messstellen keine Probe.
- Die Grenzwerte gelten für Estriche ohne besondere Zusätze. Für Schnellestriche und Sonderbindemittel gelten die Werte des Herstellers.
Wenn Norm und Fachregel abweichen
Hält der Messwert nur den Wert der Norm ein, nicht den der Fachregel, empfiehlt sich vor dem Verlegen eine schriftliche Abstimmung mit Auftraggeber und Klebstoffhersteller. Die Alternative ist, weiter zu trocknen oder zu heizen und erneut zu messen.