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Shutdown würgt in Österreich und der Schweiz Bodenbelags-Wachstum ab

Der Markt für Bodenbeläge und Parkett wuchs in Österreich und der Schweiz im Jahr 2019 robust. Angeschoben wurde die Nachfrage nicht zuletzt vom Nicht-Wohnbau. Der Shutdown würgt in beiden Ländern den positiven Trend aber ab, zeigen aktuelle Daten einer Marktstudie des Marktforschungsinstituts "Branchenradar".

Eine Marktstudie zu Bodenbelägen und Parkett hat ergeben: Im vergangenen Jahr wurden in Österreich rund 19,9 Millionen Quadratmeter Bodenbeläge und Parkett verkauft. Damit stieg die Nachfrage im Vergleich zum Jahr davor um etwa 350.000 Quadratmeter. Zuwächse gab es allerdings primär im Objekt, insbesondere im Nicht-Wohnbau, der mehr als die Hälfte der Wachstumsbeiträge lieferte. In der Schweiz setzte sich der moderate Aufschwung am Markt für Bodenbeläge und Parkett fort. Dort ist vor allem der Geschoß-Wohnbau für das Wachstum verantwortlich.

Österreich: 2 Prozent Plus bei Händler-Erlösen

Für die Hersteller von Bodenbelägen und Parkett waren die Marktbedingungen deshalb erfreulich. Laut aktuellem "Branchenradar" Bodenbeläge und Parkett in Österreich 2020 erhöhten sich die Herstellererlöse um zwei Prozent gegenüber Vorjahr auf insgesamt 312,6 Millionen Euro. Der Umsatz stieg in allen Warengruppen. Parkett, Designbeläge, Vinylparkett und Laminat entwickelten sich annähernd mit dem Markt. Klassische Elastische Bodenbeläge wuchsen mit plus 2,8 Prozent gegenüber Vorjahr um einen Tick rascher. Insbesondere Cushioned Vinyls, Homogene PVC und Vinyls sowie Elastomere wurden stark nachgefragt. Textile Bodenbeläge (+1,1% geg. VJ) hinkten dem Gesamttrend hingegen etwas hinterher.

Branchenradar Boden Parkett Österreich 2020

Die positive Entwicklung der letzten Jahre dreht heuer allerdings voraussichtlich ins Minus. Als Folge des erzwungenen Shutdown weiter Teile der wirtschaftlichen Infrastruktur rechnet "Branchenradar" mit einem signifikanten Erlösrückgang um rund vier Prozent gegenüber Vorjahr. Negativ betroffen sind vermutlich alle Warengruppen. Zudem erfolgt der Aufschwung im kommenden Jahr nur zögerlich. Aus heutiger Sicht reicht es nur zur Konsolidierung auf Vorjahresniveau.

Schweiz: Zuwächse in allen Warengruppen

Der moderate Aufschwung am Markt für Bodenbeläge und Parkett setzte sich im vergangenen Jahr fort. Laut aktuellem " Branchenradar Bodenbeläge und Parkett in der Schweiz 2020" wuchsen die Herstellererlöse um 1,5 Prozent gegenüber Vorjahr auf rund 274 Millionen Euro. Die Wachstumsbeiträge kamen primär vom Geschoßwohnbau. Zuwächse gab es in nahezu allen Warengruppen, insbesondere bei Designbelägen und Vinylparkett. Gegenüber 2018 stiegen die Herstellerumsätze um 4,3 Prozent. Parkett, Textile Bodenbeläge und klassische Elastische Bodenbeläge wuchsen annähernd mit dem Markt. Lediglich der Umsatz mit Laminat entwickelte sich einmal mehr rückläufig.

Branchenradar Boden Parkett Schweiz 2020

Die positive Entwicklung der letzten Jahre dreht heuer allerdings voraussichtlich ins Minus. Als Folge des erzwungenen Shutdown weiter Teile der wirtschaftlichen Infrastruktur rechnet "Branchenradar" am Gesamtmarkt mit einem Erlösrückgang um 1,6 Prozent gegenüber Vorjahr. Negativ betroffen davon sind vermutlich jedoch nicht alle Warengruppen. Elastische Bodenbeläge, Designbeläge und Vinylparkett könnten sich – durch Substitution anderer Produktgruppen – der Kontraktion entziehen. Speziell Parkett könnte so gehörig unter Druck kommen.

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