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Einwurf von Walter Pitt Rückzug der Smalltalker

Ein Blick auf den Kalender genügt, um zu erkennen, dass die kommenden Wochen und Monate wieder einmal mit Veranstaltungen und Terminen nahezu komplett ausgebucht sind. Firmenpräsentationen, Branchentreffen, in allererster Linie aber technisch ausgerichtete Seminare sind es, die landauf, landab um Teilnehmer ringen. Und dies ohne große Not. Parketttage, Estrichforen, Fußbodenkolloquien oder Sachverständigensymposien stehen heute mehr denn je auf der Agenda eines bodenlegenden Handwerksbetriebes.

Das Angebot an Fachinformationen rund um die zu verarbeitenden Werkstoffe hat gegenüber kaufmännischen und Marketingthemen merklich zugenommen, weil entgegen allen Entwicklungen hin zu noch mehr anwenderfreundlichen Produkten die Komplexität im Fußbodenbau immer mehr zunimmt. Folglich füllen die Tagungsräume nicht mehr vornehmlich jene, die die Gelegenheit suchen, sich dort zu präsentieren und durch „Smalltalk“ im Geschäft zu bleiben, sondern vor allem wieder die  Praktiker.

Fakt ist, das Fußbodensegment ist in den vergangenen Jahren erheblich in Bewegung geraten. Viele Bodenbeläge aus neuen Materialien und ihren Kombinationen mit ständig veränderten konstruktiven Aufbauten, modifizierten Verlegewerkstoffen mit unbekannten Reaktionsmechanismen und Wechselwirkungen verlangen vom Auftragnehmer immer mehr Aufmerksamkeit. Wo gehobelt wird, fallen Späne, wo verändert wird, gibt es auch negative Erfahrungen. Gegenseitiger Erfahrungsaustausch ist da unabdingbar. Die Ansprüche steigen und damit auch die Anforderungen und das Haftungsrisiko.

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