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Rosarote Gefühlswelten?

Ein Begriff aus den späten 1980er-Jahren hat derzeit wieder Hochkonjunktur: Die Rede ist von Cocooning. Die US-amerikanische Trendforscherin Faith Popkorn beschrieb damit seinerzeit den Trend hin zum Einigeln, zum Zurückziehen in die eigenen vier Wände als Reaktion auf eine unübersichtlich und bedrohlich empfundene Welt. Heute, knapp 30 Jahre später, scheint die Welt endgültig aus den Fugen geraten zu sein. Finanzkrisen, Kriege, Terroranschläge und als Folge davon Flüchtlingsströme ungeahnten Ausmaßes sorgen seit Monaten täglich für Horrorschlagzeilen. Der Wunsch nach Geborgenheit zumindest im häuslichen Privatleben ist da nicht verwunderlich.

Ebenso wenig verwunderlich ist, dass die Bodenbelaghersteller diesem Cocooning-Trend wieder vermehrt Rechnung tragen. Dem Bedürfnis einer zunehmend verunsicherten Käuferschicht nach „Streicheleinheiten“ begegnen vor allem die Teppichbodenhersteller mit einem entsprechenden Angebot. Immer weichere Garne erlauben immer samtigere und flauschigere Teppichböden. Auf der Domotex 2016, die Mitte Januar in Hannover stattfand und über die wir ausführlich ab Seite 14 berichten, war dies besonders augenfällig. Zur schmeichelnden Haptik passen denn auch die sanften Pastellfarben, die in diesem Jahr besonders angesagt sind.

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