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Kritische Marktsituation und Lieferengpässe bei Epoxidharzen

Mehrere parallel verlaufende internationale Ereignisse und Entwicklungen haben zu einer Verknappung und weltweit drastischen Preissteigerung bei den Rohstoffen für die Epoxidharz-Produktion geführt. Das hat insbesondere Konsequenzen für die Märkte in Europa und in Deutschland.

Eine kontinuierlich wachsende Nachfrage auf den internationalen Märkten beeinträchtigt die Verfügbarkeit und befeuert die Preisdynamik zusätzlich, heißt es in einer Mitteilung der Deutschen Bauchemie. Um in Europa überhaupt Lieferungen von Basisepoxidharzen zu erhalten, müssen Preise akzeptiert werden, die mehr als 100 % über dem normalen mittleren Preis liegen. Hinzugerechnet werden müssen die Kosten für die eigentliche Epoxidharz-Herstellung auf Basis der teuren Rohstoffe – daraus erwächst die Gefahr, dass die durch bauchemische Unternehmen in Deutschland angebotenen Endprodukte kaum mehr wettbewerbsfähig sind im Vergleich zu anderen Systemen in den jeweiligen Einsatzbereichen. Speziell für Europa und damit auch Deutschland sehen Experten die mangelnden Transportkapazitäten durch fehlende Container als zusätzlichen preistreibenden Faktor.

Mitgliedsunternehmen der Deutschen Bauchemie beziffern die Kostensteigerung von Epoxidharzen allein im Dezember 2020 auf eine Größenordnung zwischen 40 und 60 Prozent. Für Lieferungen im ersten Quartal 2021 müssen weitere extreme Preisforderungen akzeptiert werden, um Lieferungen zu erhalten. Eine Trendwende ist kurzfristig nicht zu erkennen. Angesichts dieser Entwicklung sind Preissteigerungen bei Epoxidharz-Endprodukten absehbar.

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