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Keine Versuchskaninchen

Wissenschaft und Forschung stehen häufig im Dienste des Handwerks, wenngleich sich das auf den ersten Blick nicht immer offenbart. Ein gutes Beispiel hierfür ist ein Forschungsprojekt, das derzeit unter der Leitung von Prof. Dr. Andreas Rapp unter Mitarbeit der Bundesfachgruppe Sachverständigenwesen im ZVPF an der Leibniz Universität Hannover abläuft. Ziel des Projektes ist es, ein Klassifizierungssystem zu schaffen, welches die Fußbodenheizungseignung von Mehrschichtparkett nach bestimmten Kriterien einstuft. Hintergrund: Die infolge aktueller Energiesparverordnungen veränderten klimatischen Raumluftbedingungen verlangen dem Parkett zusätzlichen Materialstress ab. Mitunter ist das eingebaute Parkett diesen veränderten Bedingungen nicht gewachsen. Decklamellenablösungen können dann beispielsweise die Folge sein. Derzeit kann der Handwerker, der neben der Beratungs- und Hinweispflicht dem Auftragnehmer einen funktionieren Boden schuldet, die Produkteignung nicht zweifelsfrei garantieren. Sein Wunsch, die Fußbodenheizungs-Tauglichkeit dezidiert auszuweisen, versetzt die Parketthersteller verständlicherweise nicht in Euphorie, befürchten sie doch nicht ganz abwegig einen Imageverlust für nur bedingt taugliche Produkte. Der Beitrag „Mit der A-Klasse ins Wohnzimmer“ ab Seite 38 dieser Ausgabe erläutert die Notwendigkeit der Bemühungen aus Sachverständigensicht. Lesen Sie mal rein!

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