Branche -

Kommentar von Walter Pitt Kein Gold, aber Laminat

Man kann heutzutage aus allem etwas machen. Die Branche der alternativen Energien kommt immer wieder auf neue Ideen. Gärprodukte aus der Biogasproduktion sollen optimal genutzt werden. Hintergrund: Seit Jahren wird das einst so schöne Deutschland „vermaist“, unzählige dunkelgrüne Monsteranlagen zerstören die ländlichen Ortsbilder, allerdings mit einem nicht zu verleugnenden Vorzug: Man kann in ihnen aus nachwachsenden Rohstoffen und tierischen Exkrementen Energie gewinnen. Bei der Herstellung fallen allerdings Gärprodukte an, und zwar in erheblichen Mengen. Man verwertet sie zwar schon, das heißt, man ist sogar gezwungen, sie stofflich zu nutzen, weil gerade die alternative Energiegewinnung nur dann eine Zukunft hat, wenn sie sich auch rechnet.

Zu einem besseren Betriebsergebnis könnte jetzt die Holzwerkstoffindustrie verhelfen, die schon seit Jahren immer dann die Ohren spitzt, wenn nachwachsende Rohstoffe in großen Mengen anfallen. Das alles ist keine Theorie, denn Workshops zum Thema „Stoffliche Nutzung lignocellulosehaltiger Gärprodukte für Holzwerkstoffe“ werden bereits angeboten, in diesem Falle von dem in ökologischen Fragen sehr engagierten Nova-Institut in Hürth (Nordrhein-Westfalen). Dort ist man sich bewusst, dass technische Verfahren der Gewinnung von Fasermaterialien, also der festen Materialien, aus der übelriechenden „Pampe“ der Biogasproduktion bereits bekannt sind.

© boden-wand-decke.de 2022 - Alle Rechte vorbehalten
Kommentare
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar angeben zu können.
Login

* Pflichtfelder bitte ausfüllen