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10. IHD-Kolloquium in Dresden: Zwischenstände, Ergebnisse und Ausblicke Im Dschungel der Prüfmethoden

Zur diesjährigen Jubiläumsveranstaltung des Instituts für Holztechnik in Dresden gab es für die 140 Teilnehmer wieder ­spannende Vorträge mit zum Teil sehr brisanten Themen. Unter anderem ging es um unterschiedliche Prüfverfahren.

Für die technischen Führungskräfte der Parkett-, Laminat- und Zulieferindustrie bietet das Institut für Holztechnologie Dresden (IHD) mit seinem Team rund um Dr. Rico Emmler in Mehrfachfunktion als Moderator und Referent (und gefragter Dresdenführer) alle zwei Jahre wichtige Informationen zu Entwicklungen in den jeweiligen Produktsparten. Das Kolloquium ist seit Jahren zu einem festen Termin für all diejenigen aus Industrie, Handel und dem Sachverständigenwesen geworden, die sich nicht nur für die anwendungsbezogenen Fußbodenthemen interessieren, sondern auch für die Ansätze der Hersteller, der Wissenschaft und der Prüfinstitute.

In diesem Jahr erwarteten die 140 Teilnehmer 13 Fachvorträge zu verschiedenen Themenkomplexen mit teilweise sehr brisanten Themen. Dipl.-Ing. Klaus Peter Schober und Dipl.-Ing. Georg Oberdorfer stellten Prüfverfahren zur Verklebungsqualität und Dimensionsstabilität von Mehrschichtparketten vor, die im Rahmen des laufenden Cornet-Projektes „Europarquet“ entwickelt werden.

Tests so realitätsnah wie möglich ausführen

Verschiedene Verbände und Unternehmen, vor allem aus Deutschland und Österreich, aber auch aus einigen anderen europäischen Ländern, finanzieren das Vorhaben, um verlässliche Testmethoden hinsichtlich der Auswirkungen von Temperatur und Feuchtigkeit in praktischen Einbausituationen auf  Parkett zu entwickeln. In erster Linie geht es darum, die Tests unter realistischen Bedingungen durchzuführen. Dazu gehört unter anderem, die Auswirkungen auf Holz in Zusammenhang mit Fußbodenheizungen und in Niedrigenergiehäusern zu untersuchen. Da das Projekt noch nicht abgeschlossen ist und beispielsweise noch methodische Unklarheiten hinsichtlich der Probenabmessungen und Lagerungsfolgen für werkseigene Kontrollen in dazugehörigen Ringversuchen in verschiedenen werkseigenen und neutralen Laboren bestehen, liegen derzeit noch keine konkreten Ergebnisse vor. Die Datenlage sei jedoch laut den Ausführungen von Klaus Peter Schober exzellent, die Vernetzung der beteiligten Parteien ebenfalls, sodass eine gute Abbildung der europäischen Verklebequalität von Parkett besteht.

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