Heftarchiv

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Alle Heftausgaben des Jahrgangs 2021
Ausgabe 10/2021
Weit über 100 Tote, Tausende Obdachlose, unzählige zerstörte und beschädigte Häuser. Die Hochwasserkatastrophe in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli hat vor allem in Teilen von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen zur Vernichtung von Existenzen geführt und den Menschen buchstäblich den Boden unter den Füßen weggerissen. In Beispiel gebenden Hilfsaktionen engagiert sich unsere Branche nahezu vom ersten Augenblick an in den betroffenen Gebieten, um das Leid der Menschen zu lindern und ihnen wieder Boden unter den Füßen zu geben. Wir berichten in dieser Ausgabe ab Seite 14 über die beeindruckende Welle der Hilfsbereitschaft, die ausgehend von Facebook-Gruppen Handwerk, Handel und Hersteller gleichermaßen erfasst hat und uns bei bwd den allergrößten Respekt abnötigt. Bis zum Redaktionsschluss entfernten Boden- und Parkettleger aus ganz Deutschland auf 82 Baustellen unentgeltlich in ihrer Freizeit rund 7.000 Quadratmeter Bodenbeläge. Insgesamt 20 Tage war dafür das sich spontan als „Stripper-Kommando Ahr“ zusammengefundene Helferteam im Einsatz. Jetzt, wo es darum geht, neue Bodenbeläge in den betroffenen Immobilien zu installieren, übertrifft die Spendenbereitschaft alle Erwartungen. Stand Mitte September sind unter anderem 17.000 m² Laminat, 6.000 m² Teppichboden, 12.000 m² Unterlagsbahnen und rund 15.000 m Sockelleisten zusammengekommen. Die anfangs für die „#bodenflut“ angepeilte Traummarke von 20.000 m2 wurde längst gerissen und ein Ende ist nicht abzusehen. Unerfreulich und absehbar ist das Ende der uneingeschränkten Verwendung von Verlegewerkstoffen auf Polyurethanbasis. Sie stehen in der Kritik, Haut- und Atemwegssensibilisierungen hervorzurufen. Ab August 2023 dürfen per Gesetz nur noch geschulte Verarbeiter beispielsweise mit betroffenen Grundierungen oder Klebstoffen hantieren. Bedeutet das langfristig das Aus für PU-Produkte? Ist die Gefahr, die von diesen Werkstoffen für den Anwender in der Fußbodentechnik ausgeht, überhaupt real? Antworten darauf finden Sie in unserem Beitrag ab Seite 42
Ausgabe 09/2021
Mit einem hohen Anspruch an Funktion und Design haben sich Leisten und Profile als „Zubehörartikel“ längst zu echten Hinguckern auf dem Boden und an der Wand gemausert. Neben der Vorstellung gängiger Systeme und der Beschreibung unterschiedlicher Montagemöglichkeiten gehen wir im Rahmen unseres Heftschwerpunkts ab Seite 34 auch ausführlich auf Hohlkehlsockel ein. Nicht nur bei Lösungen „Marke Eigenbau“ kommt es bei dieser Sockel-Spielart leider immer wieder zu Schäden, die auch mit der späteren Nutzung zu tun haben. Im letzten Jahr hat der chinesische Teppichfliesenhersteller OFC die Mehrheit an Anker Teppichboden übernommen. Schon davor war es um den deutschen Traditionsweber ruhiger geworden. Seit dem 1. Juli ist mit Dirk Boll bei Anker ein neuer Geschäftsführer an Bord. Nach einer Übergangsphase präsentieren sich die Dürener nun im wahren Wortsinn „weltoffen“. Wir haben uns mit Dirk Boll und Einkaufs-Chef Karlheinz Werker zum Gespräch verabredet. Lesen Sie ab Seite 18, wohin die Reise bei Anker geht.
Zweimal wurden die EuroSkills coronabedingt verschoben. Jetzt gehen sie vom 22. bis 26. September in Graz über die Bühne. Für Deutschland im „Skill“ Bodenlegen am Start: Regina Fraunhofer. Im Gespräch mit bwd gibt sich die 22-jährige Parkettleger-Meisterin selbstbewusst. Was sie antreibt, erfahren Sie ab Seite 16. Zum Schluss noch Werbung in eigener Sache. Mit „bwd Talk“ bringen wir ab sofort ein eigenes Podcast-Format für die Fußbodenszene auf den Markt. Im Mittelpunkt stehen dabei spannende Begegnungen und interessante Gespräche mit Menschen, die die Branche bewegen. Gast der ersten Folge ist Parkettleger-Nachwuchstalent Felix Bauer. Im Gespräch mit Jan Rieken verrät er unter anderem, wie die Boden- und Parkettlegerausbildung heute aussehen muss, um gute Leute bei der Stange zu halten und für den Beruf zu begeistern.
Ausgabe 08/2021
Der Fußboden ist, wenn gleich man es im ersten Moment vielleicht nicht wirklich glauben mag, auch heute noch ein Statussymbol. Das ist vor allem bei Eigenheim-Besitzern so, deren Wohnzimmer Visitenkarte und Referenz für individuellen Stil und gesellschaftliches Standing sein soll. Und das wiederum ist nichts Neues. Schon in den ersten Jahrzehnten der Republik zeigte die Generation „Wir sind wieder wer“ gerne auch am Boden, was man hat. Bis in die 1980er-Jahre des letzten Jahrhunderts hinein galt dabei der Teppichboden als Nonplusultra in Bezug auf Stil und Komfort. Diese Wahrnehmung hat sich – lässt man einmal das Objektgeschäft außen vor, wo das textile Produkt bis heute einen hohen Stellenwert besitzt – fundamental geändert. Eine von Interconnection Consulting durchgeführte Umfrage unter deutschen Eigenheim-Besitzern, die wir ab Seite 14 vorstellen, prognostiziert dem Teppichboden in dieser Zielgruppe einen weiteren Rückgang. Zwar nutzen aktuell noch 35,8 % einen Teppichboden, davon signalisieren jedoch 45,7 % Wechselbereitschaft. Das textile Produkt leidet an seinem schlechten Image. Laut Interconnection Consulting gibt es Abzüge beim Preis-Leistungs-Verhältnis, dem Design, der Qualität und der Nachhaltigkeit. Im Wohnzimmer regiert, glaubt man den Marktforschern, inzwischen mit einem Anteil von rund einem Drittel (31,1 %, Tendenz steigend) Parkett – und das muss man heute ja schon ausdrücklich hinzufügen „aus Holz“. Wer kann, leistet sich offenbar dann eben doch das Original als ein Statussymbol, auf dem man nicht zuletzt unter Nachhaltigkeitsaspekten bevorzugt steht. Dazu passt auch, dass knapp 36 % der wechselbereiten Laminatboden-Besitzer im Wohnzimmer künftig Parkett bzw. Holz präferieren würden. Als kleiner Trost für alle Vertreter jener Belagsgattungen, die hier schlecht wegkommen, bleibt mir an dieser Stelle nur zu sagen: Keramik und Fliesen sind mit einem Anteil von 85,7 % das meistverwendete Bodenbelagssegment in deutschen Eigenheimen. Es ist halt wie immer alles relativ!