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Egger Gruppe schließt Geschäftsjahr mit Umsatzplus

Starke Nachfrage, produzierte Rekordmengen aber auch notwendige Preissteigerungen bescheren dem Holzwerkstoffunternehmen mit 4,23 Mrd. Euro ein deutliches Umsatzplus im Geschäftsjahr 2021/2022.

Die Unternehmensgruppe Egger berichtet für das Geschäftsjahr 2021/2022 eine deutlich positive Entwicklung der wesentlichen Kennzahlen.

So wurde ein gruppenweiter Umsatz von 4.234,3 Mio. EUR (+37,4% zum Vorjahr) und ein EBITDA von 877,5 Mio. EUR (+41,0% zum Vorjahr) erwirtschaftet. Festzumachen ist diese Ergebnissteigerung bei stabiler EBITDA-Marge vor allem am positiven Marktumfeld für Säge- und Bauprodukte, der Reduktion der Anlaufverluste im Werk in Lexington, NC (US) und an einem optimierten Produkt- und Kundenmix.

Von allen Produktbereichen erzielte der Bereich Decorative Products (Produkte für den Möbel- und Innenausbau) mit 76,9% den größten Umsatzanteil und liegt mit 3.473,4 Mio. EUR um +36,6% über dem Vorjahr. Alle Regionen – West, Mitte, Ost und Americas – verzeichneten gesteigerte Absätze. Die Division Flooring Products liegt mit 506,9 Mio. EUR um +13,4% über dem Vorjahr. Die Umsatzsteigerung ist ebenfalls Großteils auf kostenbedingte Preissteigerungen zurückzuführen. Mit 534,7 Mio. EUR (+62,7%) schließt die Division Building Products das Geschäftsjahr 2021/2022

Insgesamt investierte die Unternehmensgruppe im letzten Geschäftsjahr 293,6 Mio. EUR in ihre Produktionsstandorte. Ein großer Anteil der Wachstumsinvestitionen (194,5 Mio. EUR) entfiel auf den Ausbau des Stammsitzes in St. Johann in Tirol (AT). Hier entsteht aktuell ein zusätzliches Hochregallager für beschichtete Platten, ein Recyclingturm sowie ein zweiter Biomassekessel.

Neubesetzung im Management

Gemeinsam mit Thomas Leissing und Michael Egger jun. bilden Hannes Mitterweissacher und Frank Bölling das neue Management-Team der Gruppe. Walter Schiegl trat nach mehr als 20 Jahren aus der Gruppenleitung aus und wird ab Herbst das Aufsichtsratsmandat von Michael Egger übernehmen. Egger feiert Ende August seinen 75. Geburtstag und wird sich anschließend aus dem Gremium zurückziehen.

Gedämpfte Erwartungen für das Geschäftsjahr 2022/2023

Die Krise in der Ukraine, die volatilen Rohstoffmärkte, die unsichere Energieversorgung, die fortdauernde Corona-Pandemie und die steigende Inflation sind Faktoren, die die Ergebniserwartungen der Gruppe für das kommende Geschäftsjahr dämpfen. „Zudem ergeben sich für uns Unsicherheiten aus der Währungsentwicklung in Russland, Argentinien und der Türkei. Diese Gemengelage gestaltet eine Vorschau für die nächsten Monate schwierig“, so Thomas Leissing. „Wir konzentrieren uns weiterhin auf ein vielfältiges Produktportfolio und tätigen Investitionen in Veredelungskapazitäten sowie in die Verbesserung der Rohstoff- und Energiesituation.“

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