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Egger: 8,2 Prozent Umsatzplus im 1. Halbjahr 2018/2019

Die Egger Gruppe schloss das 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2018/2019 mit einem konsolidierten Umsatz von 1,43 Mrd. Euro und einem bereinigten operativen Ergebnis (EBITDA) von 231,4 Mio. Euro ab. Dies entspricht einer Steigerung um 8,2 Prozent.

Die Egger Gruppe mit Stammsitz im österreichischen St. Johann in Tirol konnte die gute gesamtwirtschaftliche Lage im ersten Halbjahr ihres Geschäftsjahres 2018/2019 (Stichtag 31. Oktober 2018) für sich nutzen: Sie schloss dieses mit einem konsolidierten Umsatz von 1,43 Mrd. Euro und einem bereinigten operativen Ergebnis (EBITDA) von 231,4 Mio. Euro ab. "In den letzten sechs Monaten konnten wir das positive gesamtwirtschaftliche Umfeld für uns nutzen. Wir haben die Kapazitäten unserer 18 modernen Standorte gut ausgelastet und mit unseren nun bereits rund 9.600 Mitarbeitern diese zufriedenstellenden Umsätze und Erträge erzielt“, berichtet Thomas Leissing, Leitung Finanzen/Verwaltung/Logistik und Sprecher der Egger Gruppenleitung, zum Bilanzstichtag.

Der Umsatz der Egger Gruppe konnte im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2018/19 mit 1.432,0 Mio. Euro das Vorjahresniveau um 8,2 % übertreffen. Das bereinigte EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; Aufwertung in Argentinien gem. IAS 29/Inflationsbilanzierung unberücksichtigt) stieg gegenüber dem Vorjahr um 4,0 % auf 231,4 Mio. Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge liegt mit 16,2 % (Vorjahr: 16,8 %) weiterhin auf einem gutem Niveau.

Fußbodenmarkt nach wie vor schwierig

Den größten Umsatzanteil mit 76,5 % erwirtschaftete Egger im Produktbereich Möbel und Innenausbau (Egger Decorative Products). Die Umsätze dieses Bereichs sind in allen relevanten geographischen Märkten im Vergleich zum Vorjahr gewachsen und belaufen sich gesamt auf 1.222,6 Mio. Euro (+3,8 %).

Im Bereich Fußboden (Egger Flooring Products) ist die Marktlage in Gesamteuropa unverändert schwierig. Dennoch ist es gelungen, die Mengen aus dem Werk Gagarin (RU) vor allem am russischen Markt zu erhöhen. Dadurch stiegen die Umsätze der Division auf 225,3 Mio. Euro (+ 4,7 %), was 14,1 % des Gesamtumsatzes entspricht. Erstmals berichtet Egger in seiner Halbjahresbilanz das neu geschaffene Segment "Sonstiges". Darin werden Gruppenfunktionen, das Sägewerk in Brilon (DE) und aktuell das 2017 erworbene argentinische Werk in Concordia zusammengefasst. Dieser Bereich verzeichnet einen Umsatz von 151,1 Mio. Euro und trägt derzeit mit 9,4 % zum Gruppenumsatz bei.

Wachstumsprojekte schreiten voran

Diese soliden Ergebnisse bilden die Basis für weiteres Wachstum: In den letzten Monaten hatte die Egger Gruppe wiederum an fast allen Standorten Wachstumsinvestitionen, etwa in weitere Veredelungskapazitäten oder Logistikoptimierungen, in Umsetzung.

Aktuell besonders gut sichtbar sei dies am 19. Werksstandort von Egger in Biskupiec, Polen. "Wir haben dort in den vergangenen eineinhalb Jahren das modernste Holzwerkstoffwerk Europas errichtet. Die Bau- und Montagearbeiten sind nun bereits weitgehend abgeschlossen. Wir hoffen, in den nächsten Wochen mit der Produktion starten zu können“, so Walter Schiegl, Leitung Technik/Produktion Egger Gruppe. Ganz am Anfang des Bauprozesses steht Egger dagegen noch in Lexington, North Carolina, USA. Für dieses Greenfield-Projekt erfolgte Anfang November der Spatenstich für die Produktionsanlagen.

Insgesamt wurden im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2018/19 Investitionen in der Höhe von 242,9 Mio. Euro (Vorjahr: 264,4 Mio. Euro) getätigt. Davon entfielen 40,4 Mio. Euro (Vorjahr: 36,3 Mio. Euro) auf Erhaltungsinvestitionen und 202,5 Mio. Euro (Vorjahr: 228,1 Mio. Euro) auf Wachstumsinvestitionen inkl. Akquisitionen. Mit den Investitionen wächst auch die Belegschaft: Zum Stichtag 31.10.2018 beschäftigte Egger 9.617 Mitarbeiter (im Jahresdurchschnitt: 9.422; +10,4 % zum Vorjahr).

Positiver Ausblick fürs 2. Halbjahr

Für das zweite Halbjahr erwartet Egger eine stabile Entwicklung in allen europäischen Märkten und Russland. Die Erwartungen für den größten Produktbereich Möbel- und Innenausbau sind über alle Standorte stabil. Als herausfordernd sieht Ulrich Bühler, Leitung Vertrieb/Marketing Egger Gruppe, das für Egger noch relativ neue Marktumfeld in Südamerika an: "Vor allem die hohe Inflation und der Währungsverfall des Argentinischen Peso stellen uns vor Herausforderungen. Hier heißt es für uns, den – bislang im Vertrieb regional begrenzten – Standort vertrieblich in andere Regionen Nord- und Südamerikas zu verbreitern. Froh sind wir, dass es gelungen ist, unser neues Werk Concordia vollständig in alle Gruppenprozesse zu integrieren.“

Für den Bereich Fußboden rechnet Egger in Westeuropa aufgrund des Wettbewerbsumfeldes mit einer stabilen bzw. leicht steigenden Entwicklung. Einen Anstieg bei Laminatfußböden erwartet man in Russland und den angrenzenden Ländern. Am OSB-Markt flacht sich die zuletzt sehr positive Nachfragesituation saisonal bedingt wieder ab, die Nachfrage nach Bauprodukten wird aber auch in 2019 ebenfalls auf gutem Niveau liegen.

Neben geopolitischen Unsicherheiten und der Währungs- und Inflationsentwicklung in Argentinien, stellt für Egger die Entwicklung der Rohstoffmärkte, und hier vor allem eine Verknappung von Holz, ein wesentliches Risiko dar. Dem will das Unternehmen nach eigenen Angaben mit der Inbetriebnahme von zusätzlichen Veredelungskapazitäten und Investitionen zur Verbesserung der Rohstoff- und Energiesituation sowie mit ständiger Optimierung der Materialeinsätze und der Kostenstruktur entgegenwirken. Durch diese Maßnahmen erwartet Egger auch für das zweite Halbjahr des Geschäftsjahres 2018/2019 eine weitgehend volle Auslastung der Produktionskapazitäten in allen Werken.

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