Österreich -

Die Chancen des Fachhandels

Die Corona-Krise wirkt sich nicht nur auf den derzeitigen wirtschaftlichen Erfolg heimischer Betriebe aus, sondern auch auf deren zukünftige Unternehmensstrategie. Familiengeführte Klein- und Mittelbetriebe haben im Wettbewerb die Nase vorn.

Klein- und Mittelbetriebe können rasch auf die geänderten Umstände reagieren und auch in Zeiten von Corona flexibel mit der durchaus vorhandenen Nachfrage umgehen. Bei den prognostizierten, corona-bedingten langfristigen Veränderungen für das Konsumverhalten liegt ein starker Fokus auf der Regionalität (64 Prozent) sowie auf der Nachhaltigkeit (40 Prozent). Auch hier punkten KMUs. Sie überzeugen durch Authentizität, sind nahe am Kunden und dadurch mit Nachhaltigkeitsbestrebungen und Regionalitätsversprechen besonders glaubwürdig. Das zeigt eine Umfrage des Handelsverbandes und der Prüfungs- und Beratungsorganisation EY.

Diese Beobachtungen macht man auch bei Service&more, Österreichs größter Einkaufs- und Dienstleistungsorganisation für KMUs der österreichischen Einrichtungsbranche. Die Betriebe sind überzeugt, dass regionale Händler profitieren werden. Sie sehen, dass Konsumenten Produkten aus Asien kritischer gegenüberstehen und zukünftig mehr auf Erzeugnisse aus Österreich und Mitteleuropa zurückgegriffen wird.

Service&more-Geschäftsführer Mag. Christian Wimmer: "Dazu kommt auch das Zwischenmenschliche. Nach einigen Wochen ohne soziale Kontakte hatten viele Menschen wieder das Bedürfnis, Freunde und Familie zu treffen und auch alltäglichere Dinge wie das Einkaufserlebnis, abgesehen von Lebensmitteln, zu genießen. Die Beziehungsebene zu den Kunden ist bei regionalen Betrieben viel stärker ausgeprägt als bei großen Filialisten und bestimmt auch ein Alleinstellungsmerkmal, mit dem unsere Händler punkten können."

Gut vorbereitet in den Krisenmodus gewechselt

Kleine Händler können auf Veränderungen schneller reagieren als große. Nachdem Baustellen ohne Kundenkontakt und allfällige Büroarbeiten erledigt waren, nutzten viele die unfreiwillig gewonnene Zeit: Lager wurden zusammengeräumt, Böden und Teppiche neu verlegt, Schauräume renoviert, Beschattungsanlagen montiert und Geschäftsfassaden neugestaltet. Während einige Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt wurden, ging es bei anderen unverändert weiter. Wolfgang Schmidt, Schmidt Raum­ausstattung in Spittal an der Drau: "Unsere Näherei hat durchgearbeitet, da immer wieder diverse Materialien angeliefert wurden, die verarbeitet werden konnten. Sie stellte auch 500 Stück Mund-Nasenschutz-Masken her, die auf Bestellung verkauft wurden." Alfred Schwaiger, Küchen- & Wohnstudio Schwaiger, Zell am See: "Bei uns war der Planungsstand vor der Krise enorm hoch. Alle Planer und Techniker haben durchgearbeitet!"

Die Raumausstatter der Wohnunion und Möbelfachhändler von Garant Austria gingen gut vorbereitet in den Krisenmodus. Telemarketing wurde betrieben, und nicht nur Kunden, die vor Corona einen Termin vereinbart hatten, erteilten Aufträge. Dazu Alfred Schwaiger: " Ein Drittel der Käufer war überhaupt nicht im Schauraum und hat Rahmenkaufverträge ausschließlich durch die Onlineberatung abgeschlossen!" Bilder wurden digital übermittelt und Muster kontaktfrei abgeholt.

Entscheidende Punkte

Seit jeher arbeiten die Partner von Service&more auf einer sehr persönlichen Basis für ihre Kunden. Der abgeschlossene Auftrag wird wie vereinbart umgesetzt, denn der persönliche Handschlag ist im Fachhandel von großer Bedeutung. Der Fokus liegt nicht erst jetzt auf österreichischen und europäischen Produkten. Für eine entsprechende Differenzierung sorgen zusätzlich auch kleinere und familiengeführte Lieferantenpartner.

Die Einrichtungsprofis entwickeln für ihre Kunden individuelle Speziallösungen, damit Räume außergewöhnlich gestaltet werden können. Wimmer: "Gerade jetzt unterziehen die Menschen ihr Zuhause oft einer strengen Prüfung. Sie wollen dann aber keine einzelnen Elemente von der Stange, sondern wünschen sich einzigartige Gesamtkonzepte in einer wunderschönen Zusammenstellung."

Ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal für die Händler von Service&more ist nach wie vor das Virtual Shelf mit dem Namen eVA 5.0. Es unterstützt als Inspirationsquelle die persönliche Beratung im Schauraum auf einzigartige Art und Weise, indem es zur Interaktion aufruft und auf dem Weg zum persönlichen Stil optische Vorschläge für die individuelle Raumgestaltung unterbreitet.

Gestärkt in die Zukunft

Auf die geänderten Voraussetzungen reagierten Service&more und ihre Handels­partner extrem schnell. Der Verband entwickelte drei Kampagnen, die von den Händlern mit geringem Mittelaufwand gebucht werden konnten. Im Zuge der verordneten Schließung aufgrund COVID-19 setzten die Unternehmen verstärkt auf digitale Präsenz. Sie nutzten unter anderem Newsletter- und Videotools, die eigene Website, Online-Plattformen und Social Media Kanäle, um mit ihren Kunden und Interessenten Kontakt zu halten. Der Erfolg spricht für diese Verbindung der analogen mit der digitalen Welt. Raumausstatter Wolfgang Schmidt freut sich: "Seit der Wiedereröffnung verzeichnen wir eine extrem hohe Kundenfrequenz und haben außergewöhnlich viel zu tun. Unsere Auftragsbücher sind übervoll. Vor allem Sonnenschutz ist extrem stark gefragt, und auch Böden und Vorhänge ziehen an!“

Service&more empfiehlt sich für all diese Aktivitäten als starker Partner im Hintergrund, der die Händler bei ihrer Positionierung und den individuellen Maßnahmen unterstützt.

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