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Kommentar  von Walter Pitt China. Solide verglichen

China in der Talsohle, die  Wirtschaft auf Sparflamme. Liest man die Zeitungen, möchte man meinen, der globale Wachstumsmotor der vergangenen Jahre wäre komplett ins Stottern geraten. Sicherlich, dem bevölkerungsreichsten Land der Erde werden wirtschaftlich Grenzen aufgezeigt. In Shanghai zumindest stehen immer noch unendlich viele  Kräne und es wird weiter an der weltweit einmaligen Skyline des Finanzviertels Pudong gefeilt, dass es einem schier den Atem raubt.

In China geht es vielleicht weniger steil, dafür aber inzwischen mit mehr Umsicht bergauf. Vor ca. 16 Jahren war die Fahrt aus einer der Hochburgen des Bambusparketts in Hangzhou ins Zentrum von Shanghai wegen schlechter Straßen noch eine Tagesreise. Heute benötigt man auf einer vierspurigen Autobahn knapp zwei Stunden. Auch in den Werken hat sich vieles verändert, obwohl die Fertigung von traditionellem Bambusparkett immer noch handwerklich geprägt ist und weiterhin Späne fallen, wo gehobelt wird. Dennoch ist der Wandel, in dem sich China befindet, gerade in den kleinen Anlagen offensichtlich. Spielraum, um den Standard unserer Arbeitsbedingungen zu erreichen, ist zwar noch vorhanden und die Löhne sind noch niedrig. Steigerungen von knapp acht Prozent jährlich sind jedoch bemerkenswert. Sie lassen erwarten, dass es künftig auch den chinesischen Arbeitern besser geht. Das senkt zwar die Chancen im Export, kommt aber der Binnenkonjunktur zugute. Und der Umweltschutz bekommt einen immer höheren Stellenwert, was im Vergleich am Beispiel von Fußbodenfertigungen deutlich ins Auge fällt, den bwd nach vielen Besuchen mit durchaus solidem Hintergrund anstellen kann.

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