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Domotex 2016: Parkett, Laminat & Co. Bodenkategorien verschwinden

Rein optisch wird es immer schwieriger, Parkett von anderen Segmenten wie Designbelägen bezüglich der Oberflächen zu unterscheiden. Doch Holz punktet nach wie vor mit seiner Ausstrahlung und Natürlichkeit.

Domotex 2016
45.000 Besucher kamen dieses Jahr nach Hannover zur Domotex. -

Man war sich im Vorhinein nicht ganz sicher, wie die Domotex in diesem Jahr in den Hartbodenhallen verlaufen würde. Zwar war aufgrund des dortigen Zweijahresrhythmus kein Wettbewerb der Münchener Bau zu befürchten, aber Branchenzugpferde wie Hamberger, Parador oder Tarkett fehlten. Auch wenn die Begründungen zum Teil nachvollziehbar waren, ging man nicht nur seitens der Ausrichter mit einer gewissen Unsicherheit an den Start.

Damit war es aber spätestens am Samstagmorgen vorbei, als die Tore öffneten und sich die hinteren Hallen ungewöhnlich schnell füllten. Sehr gute Stimmung, ebenso gut gestaltete Stände und Produkte sowie eine geschäftige Frequenz der Besucher sorgten dafür, dass sich von Beginn an eine dem Geschehen angemessene Zufriedenheit aller Beteiligten einstellte. Während die anwendungstechnisch bestückte Halle 7 wie immer ob der vielen praktischen Vorführungen und handwerksorientierten Informationen „brummte“, überzeugte das nahezu durchgehend hohe Niveau der Hartbeläge mit vielen pfiffigen Design- und Standlösungen. Die Standplatzierung der wie ­immer großformatig auftretenden Meisterwerke im hinteren Bereich der Halle 9, sorgte dafür, dass der in den letzten Jahren erlebte Frequenzabfall nicht stattfand und auf diese Weise auch die Präsentationsfläche des Wood Flooring Summit mit den aktuell nominierten Innovationen besser zur Geltung kam. Günstig wirkte sich die Fokussierung der Holz- und Laminatbelagspezialisten aus, während die nach wie vor boomenden LVTs und ihre Ableger in Halle 6 konzentriert wurden. Dabei war das Fernbleiben einiger großer Alleskönner für die Produktklarheit zweifellos förderlich.

Parkett

Damit fiel die Orientierung leichter, denn eine Unterscheidung der verschiedenen Belagtypen gelingt aufgrund der ähnlichen Oberflächenbilder mittlerweile selbst „alten Hasen“ der Szene nicht immer und schon gar nicht mühelos. Das ist aus Sicht der Industrie auch nicht erforderlich. „Es zählen allein Haptik und Optik. Bodenkategorien werden verschwinden“, brachte Ludger Schindler, Geschäftsführer bei Meisterwerke in einer Podiumsdiskussion über die künftigen Trends die Situation auf den Punkt. Diese Entwicklung zu verhindern, ist eine der Herausforderungen für die Holzfußbodenbelag-Branche, die weiterhin in Natürlichkeit, echter Authentizität und Emotion ihre Stärken sehen.

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