
Marketing für Bodenleger
Auf der Sitzung des Bundesinnungsausschusses am 25. April, im Vorfeld des Bodenlegertags, wurde auf Antrag der Landesinnung Oberösterreich ein Arbeitskreis zum Thema zementgebundene Dämmstoffestriche gebildet. Als Leiter des Arbeitskreises wurde der Sachverständige und stellvertretende Bundesinnungsmeister KR Walter Eberle bestellt. Weiterhin beschloss der Bundesinnungsausschuss die Budgetplanung für 2009. Unter anderem fördert die Bundesinnung die Berufsinformationsmesse der Landesinnung Salzburg mit 6.000 Euro sowie die gezielte Nachwuchswerbung der Landesinnnung Vorarlberg mit 3.000 Euro.
Bundesinnungsmeister KR Sebastian Gitterle ist es auch in diesem Jahr gelungen, ein interessantes Programm zusammenzustellen und hochkarätige Referenten für den Bodenlegertag 2008 zu gewinnen.
Einen vielbeachteten und -diskutierten Vortrag hielt der deutsche Marketingguru Prof. Klaus-Peter Dreykorn über die Zukunftschancen des Handwerks. Kern seines Vortrags war die These, dass es weniger auf den Preis der jeweiligen Leistung, als auf die exakte Ansprache der Bedürfnisse genau abgegrenzter Zielgruppen wie zum Beispiel der Generation 50 plus ankomme. Dreykorn brachte auch deutliche und nachvollziehbare Beispiele, wie ein Handwerker mit Pensionisten ein eigenes Facility-Management aufgezogen hat, bei dem unter anderem die komplette Hausbetreuung während der urlaubsbedingten Abwesenheit der Hausbesitzer angeboten wurde. Ein anderer ungewöhnlicher Vorschlag war die Einrichtung eines „Kundenbeirats“ mit der Frau des Bürgermeisters oder des Gemeindearztes. Diese Persönlichkeiten könnten als Multiplikatoren zu Neuigkeiten und deren Akzeptanz befragt werden und diese dann weitertragen. Diese Ideen verdeutlichen Dreykorns Absicht, seinen Zuhörern die Angst vor neuen Ideen und Vorschlägen zu nehmen und die Zuhörer zum Nachdenken und -ahmen anzuregen.
Über Holzkunde, Fußbodenheizung und Brandschutz referierte Helmut Valenta, Leiter der Anwendungstechnik bei Bauwerk-Kährs. Sein Vortrag war Ausgangspunkt einer lebhaften Diskussion der mehr als 65 Teilnehmer über die UV-Stabilität bei Thermohölzer und die damit verbundene Warn- und Hinweispflicht.-