Heftarchiv

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Alle Heftausgaben des Jahrgangs 2020
Ausgabe 12/2020
Nicht verpufft, nur überlagert
Wenn wir auf das Jahr 2020 zurückblicken, gab es vordergründig nur ein Thema: Corona. Fast könnte man vergessen, dass unsere Branche zu Jahresbeginn noch ganz andere Herausforderungen ganz oben auf ihre Agenda gesetzt hatte. Greta Thunberg und die
„Fridays for Future"-Bewegung haben Klimawandel und Nachhaltigkeit wie kaum jemals zuvor zum Tagesgespräch gemacht. Nachhaltigkeit war denn auch das bestimmende Thema auf den Branchenmessen im Januar. Ist der Greta-Effekt jetzt, ein knappes Jahr später, schon wieder verpufft? Keineswegs, wie unsere Recherchen zum Themenschwerpunkt „Nachhaltigkeit“ in der aktuellen bwd-Ausgabe zeigen. „Die Corona-Pandemie hat zunächst alles überlagert, auch die Wahrnehmung wichtiger Themen wie Nachhaltigkeit. Für uns hat Nachhaltigkeit weiterhin hohe Priorität“, sagt etwa Volker König, Vorstandsvorsitzender der Mega e.G, in unserer Branchenumfrage zum Thema, in der ab Seite 14 neben dem Großhandel auch ein Vertreter aus dem Handwerk zu Wort kommt. Über die vielfältigen Aktivitäten der Hersteller berichten wir in weiteren Beiträgen im Branchenteil. Dort finden Sie ab Seite 30 auch eine Übersicht wichtiger Ökolabel und Umweltzeichen, die in der Fußbodenbranche verwendet werden.
„Fußbodenschäden vor Gericht“ ist der Titel eines neuen Buches, das dieser Tage im Buchverlag von Holzmann Medien erscheint. bwd veröffentlicht daraus vorab einen kniffligen Fall: Auf die Dielung einer Holzbalkendecke wurden OSB-Platten Typ 4 genagelt. In den
darauf verlegten elastischen Belägen kam es nur wenig später zu Blasen, Beulen und Aufwerfungen. Am Ende musste der Bodenleger 115.000 Euro an den Kläger zahlen. Ab Seite 38 können Sie sich zusammen mit dem Autor Wolfram Steinhäuser auf Ursachenforschung begeben.
Ausgabe 12/2020
Ausgabe 11/2020
Wenn Gefahr von unten droht
Als Schlagwort geistert es längst auch durch die Fußbodenszene. Die Rede ist von BIM, Building Information Modeling, auf Deutsch: Bauwerksdatenmodellierung. Auch auf Fachtagungen und Kongressen unserer Branche taucht BIM in letzter Zeit immer häufiger
auf der Agenda auf und hinterlässt in vielen Fällen am Ende der Veranstaltung bei den Teilnehmern ratlose Gesichter. Während sich Hersteller von Bodenbelägen oder Verlegewerkstoffen aus gutem Grund inzwischen durchaus intensiv mit BIM beschäftigen, ist das Thema im bodenlegenden Handwerk bisher kaum präsent. Aber was kommt da eigentlich auf den Boden- oder Parkettleger zu? Ist BIM in der Praxis tatsächlich relevant für ihn? Was für einen Nutzen hat er davon? Verpasst er eine Chance, wenn er sich nicht umgehend „BIM-ready“ macht? In einer kleinen Serie, beginnend in dieser Ausgabe auf Seite 20, möchten wir hierzu ein wenig Aufklärungsarbeit leisten.
Unterlagsbahnen sind eine zunehmend wichtige Komponente im Systemaufbau schwimmend verlegter Bodenbeläge. Sie können kleine Unebenheiten ausgleichen, Tritt- oder Gehschall reduzieren, Wärme dämmen und, und, und. Das Angebot an Verlegeunterlagen hat in den letzten Jahren konstant zugenommen. Dabei gilt: Einige können Vieles, keine kann alles. Unser Schwerpunktthema fasst ab Seite 28 zusammen, welche Lösungen der Markt bereithält und mit welchen Eigenschaften Verlegeunterlagen je nach Einsatzzweck
punkten können.
Feuchteschäden an erdberührten Bauteilen schlagen in der Regel mit hohen Schadenssummen zu Buche. Parkett- und Bodenleger sollten erdberührte Fußbodenkonstruktionen schon deshalb nicht auf die leichte Schulter nehmen. Vor allem, wenn sie, wie so oft, die Rolle des Planers einnehmen, müssen bodenlegende Handwerker
wissen, worauf sie sich einlassen. Unser Beitrag „Achtung: Gefahr von unten!“ soll Sie für diese Problematik sensibilisieren.
Ausgabe 10/2020
Alltägliches und Historisches
Mit einer bunten Themenvielfalt starten wir in die Herbstsaison: Unter der Überschrift „Die wahren Bodenveredler“ stellen wir ab Seite 36 und ausführlich im Produktteil ab Seite 51 pfiffige Lösungen aus dem Segment Sockelleisten, Treppenkanten und Profile
vor. Diese Zubehörartikel sind nicht nur ein technisch-funktionales Muss bei der Bodenverlegung. Als coole Accessoires setzen sie längst auch stilvolle Akzente bei der Raumgestaltung.
BesondereAufmerksamkeit widmen wir im Rahmen unserer Produktvorstellungen
außerdem „Modularen Bodenbelägen“. Wir haben das wachsende Angebot der Hersteller unter die Lupe genommen und stellen bemerkenswerte Lösungen vor. Dazu berichten wir über die Möglichkeiten, mit modularen Bodenbelägen Räume zu zonieren
(Seite 12).
Branchenweite Beachtung findet zu Recht das Workcamp Parquet, das in diesem Jahr zum fünften Mal stattgefunden hat. Aus aller Welt kamen Parkettleger und Restauratoren in der ersten Septemberwoche in Schloss Vizovice in Tschechien zusammen, um ein Parkett aus dem 18. Jahrhundert nach historischem Vorbild anzufertigen – und das, ganz authentisch, ohne elektrische Werkzeuge. Unser Bericht startet auf Seite 14, ergänzend dazu gibt es auf der bwd-Homepage Videoclips und eine Bildergalerie. Im Gegensatz zu einem massiven „Schloss-Parkett“ muss Mehrschichtparkett keine Jahrhunderte überdauern. Allerdings ist die Lebensdauer auch bei Mehrschichtparkett durchaus ein Merkmal, mit dem es punkten kann. bwd-Autor Walter Pitt hat fünf Faktoren ausgemacht, die die Lebensdauer von Mehrschichtparkett entscheidend beeinflussen. Sein Bericht startet auf Seite 34.
Als nahezu unkaputtbar gilt Holzpflaster. Allerdings gilt auch: Kein anderes Produkt im Holzbodensegment weist ein höheres Schadensrisiko auf. Für die fachgerechte Verarbeitung auf der Baustelle muss der Parkettleger große Sachkenntnis und viel Erfahrung mitbringen. Ratschläge und Tipps dazu liefert der Beitrag von Beni
Lysser ab Seite 40.
Ich wünsche Ihnen eine spannende und gewinnbringende Lektüre!
Ausgabe 08/2020
Der Redaktionsalltag nahm in den letzten Wochen wieder ein wenig Fahrt auf. Ich habe endlich wieder Recherchetermine wahrgenommen! Mit einer handvoll Passagieren flog ich Ende Juni von München nach Bremen. Um die Ecke in Delmenhorst steht Deutschlands ältestes und einziges Linoleumwerk. Seit der Übernahme der DLW-Linoleumsparte Anfang 2018 wartet die Branche gespannt, was die neuen Eigentümer wohl aus der Traditionsmarke
machen würden. Jetzt ist die Katze aus dem Sack: Anfang Oktober erfolgt die Markteinführung der neuen Gerflor DLW-Linoleumkollektion. Ich konnte vorab exklusiv einen Blick darauf werfen. Mehr dazu im ausführlichen Bericht auf Seite 24.
Hitze, Dürre, Überschwemmungen. Wenn von Klimaschäden die Rede ist, fallen einem gemeinhin Naturkatastrophen ein. Manch‘ „kleine Katastrophe“ vollzieht sich mitunter aber auch auf unseren Baustellen, wenn dort trotz ungeeignetem Baustellenklima meist auf Druck vom Auftraggeber Bodenbeläge verlegt werden. Weichen Temperatur und Luftfeuchtigkeit von den in den einschlägigen Regelwerken empfohlenen Werten ab, können schnell teure
Schäden entstehen. Wie Sie als Bodenleger mit der Haftungsfalle umgehen sollten und warum es in vielen Fällen am Ende doch nicht so schlimm kommt, erfahren Sie im Fachbeitrag ab Seite 32 und unserer ergänzenden Umfrage ab Seite 20.
Darf man Parkett hören? Eine seltsame Frage eigentlich. In unserem Schadensfall auf Seite 38 wurde sie dem Sachverständigen jedoch gestellt. Genauer gesagt ging es um Störgeräusche beim Begehen. Auf das außergewöhnliche laute Knarren und Knarzen
konnte sich der hinzugezogene Fachmann zunächst auch keinen Reim machen, doch am Ende fanden sich zwei Ursachen für das Problem.