Heftarchiv

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Alle Heftausgaben des Jahrgangs 2021
Ausgabe 06-07/2021
"Echte Hölzer, echte Werte“, so haben wir den ersten Themenschwerpunkt dieser bwd-Ausgabe überschrieben. Parkett zählt mit einem relativ konstanten Anteil von knapp 5 Prozent am Bodenbelagsmarkt gewiss nicht zu den Volumenbringern. Aber wer im wahrsten Sinne des Wortes auf Parkett steht, kann sich der Faszination dieses natürlichen Bodenbelags kaum entziehen. Im Gespräch mit bwd berichtet Parkettleger Klaus Bauer auf Seite 12 beispielsweise über den emotionalen Zauber, der von alten Holzböden ausgehen kann. In einer Schritt-für-Schritt-Anleitung schildern wir ab Seite 36, wie Holzpflaster, jener einstige „Straßenbelag“, spektakulär in Innenräumen eingebaut wird. Und dass sich auch der Nachwuchs mit Herzblut und Leidenschaft dem Fußbodenklassiker Parkett verschreiben kann, beweist einmal mehr der Modellwettbewerb der schweizerischen Bodenleger-Lehrlinge, über den wir ab Seite 14 berichten.Das zweite Schwerpunktthema widmet sich der Herausforderung „Terminbaustelle“. Im Objektbereich, vor allem bei Sanierungen im Bestand, sind sie beinahe schon der „Normalzustand“. Vor Herausforderungen stellen Terminbaustellen den bodenlegenden Handwerker allerdings jedes Mal aufs Neue. Nicht so sehr, weil es an erprobten Werkstoffen fehlt, mit der sich beispielsweise bei der Untergrundvorbereitung immens viel Zeit einsparen lässt. Da bietet die Industrie echte Problemlöser an. Zeitverluste resultieren viel häufiger aus mangelndem Baustellenmanagement, schlechter Koordination und Kommunikation. Der Beitrag „Stressfrei durch die Nacht“ von Mapei-Anwendungstechniker Maik Evers ab Seite 30 zeigt Wege auf, wie man dem Zeitdruck auf der Baustelle mit intelligenten Produkten und vorausschauender Planung Paroli bieten kann.Schließlich müssen wir noch auf das ärgerliche Thema Rohstoffverknappung, Lieferengpässe und Preiserhöhung eingehen. Wir tun dies im Beitrag ab Seite 20, im einen oder anderen Interview dieser Ausgabe und auf unserer „Meinungsseite“.
Ausgabe 05/2021
Individuell sein, sich abgrenzen vom Mainstream, das ist ein wesentlicher Trend unserer Zeit, und dieser Trend macht auch vor den eigenen vier Wänden nicht halt. Der Fußboden als ein wesentliches, raumgestaltendes Element kann dabei eine besondere Rolle einnehmen. Neben dem schier unerschöpflichen Gestaltungsspielraum, den Designbeläge bieten, lohnt es sich, den Blick auch einmal auf den guten alten Parkettboden zu lenken. Wie kein zweiter Belag lässt sich Parkett individuell inszenieren. Das Stichwort lautet: Oberflächenveredelung. Hierzu stellt die Industrie längst die nötigen Werkstoffe zur Verfügung. Entscheidend aber bleibt die hand-werkliche Leistung. Bürsten, Schroppen, Beizen oder Ölen sind unter anderem die Methoden, die selbst das „Standardholz“ Eiche in ein Unikat verwandeln können. Unser Bericht auf Seite 28 soll Sie zu individuellen handwerklichen Leistungen und den damit verbundenen exklusiven Wertschöpfungsmöglichkeiten inspirieren.Parkett auf Fußbodenheizung ist kein wirklich neues Thema. Anders verhält es sich mit der Fußbodenkühlung bei Holzfußböden. Doch ganz gleich ob Heizen oder Kühlen: Um Schäden im Zusammenhang mit raumklimatischen Bedingungen auszuschließen, muss sich der bodenlegende Handwerker zumindest ein wenig auf die physikalischen Zusammenhänge und hier besonders das Wechsel spiel zwischen Luftfeuchte und Holzfeuchte einlassen. Die Physik kann, und da spreche ich aus Erfahrung, mitunter mühsam sein. bwd-Autor Bernhard Lysser führt deshalb in seinem Beitrag ab Seite 32 anhand konkreter Beispiele behutsam und nachvollziehbar an das Thema heran. Ich empfehle die Lektüre aber nicht nur all jenen, die wie ich früher gerne mal den Physikunterricht geschwänzt haben.
Ausgabe 04/2021

Designböden gehen weg wie sprichwörtlich „geschnitten Brot“. Die Herausforderung für den Bodenleger besteht darin, seinem Kunden aus der schier unüberschaubar gewordenen Fülle des Angebots die für seine Zwecke optimale Fußbodenlösung anzubieten. Das hört sich leichter an als es ist. Unzählige Aufbauvarianten werben mit ihren „herausragenden Eigenschaften“ nicht nur um die Gunst des Endverbrauchers. Wir geben in dieser Ausgabe von bwd einen Überblick über die Marktentwicklung der unterschiedlichen Spielarten, sagen, was einen guten Designboden ausmacht, geben Tipps zur Gestaltung mit Designbelägen und stellen natürlich angesagte Designboden-Neuheiten führender Anbieter vor.

In Arztpraxen kommen neuerdings verstärkt transparente Stuhlrollen zum Einsatz. Diese Stuhlrollen sind leichtgängig und wirken optisch sehr sauber. Warum sie dennoch auf PVC-Bodenbelägen sowie auf Linoleum und Synthesekautschuk unschöne dunkle Verfärbungen verursachen, hat der Bielefelder Sachverständige Peter Schwarzmann in einer Untersuchung, die sich auch forensischer Mittel bediente, herausgefunden. Sein Bericht startet auf Seite 28.

Die Folgen eines Brandes sowie Lösch- und Regenwasser haben dem Tafelparkett einer denkmalgeschützten Villa stark zugesetzt. In seiner Werkstatt hat Parkettrestaurator Gerd Kleditzsch nun Parketttafeln und Friese unter anderem mit einer neuen  Deckschicht versehen. Lesen Sie den zweiten Teil unseres Berichtes über die Parkettrestaurierung in der Offenburger „Villa Bauer" ab Seite 44.

Unser Blick in die Schweiz richtet sich schließlich auf die Verlegung von Fischgrät-Parkett, die an den Handwerker hohe Anforderungen stellt. Selbst kleine Fehler können hier sehr schnell zu veritablen optischen Mängeln führen. bwd-Autor Beni Lysser hat für seine Beitrag ab Seite 32 in seinem Gutachterfundus gestöbert und wesentliche handwerkliche, aber auch herstellerseitige Fehlerquellen identifiziert.

 

Ausgabe 03/2021
Annehmen oder ablehnen?
Die einen legen Wert darauf, sich ihre ganz persönlichen Rosinen herauszupicken: Sie schwören seit Jahren auf die Grundierung von Anbieter A, die Spachtelmasse von Anbieter B und beim Klebstoff, da kommt nur Anbieter C in Frage. Für andere ist so ein individueller
Werkstoff-Mix keine Alternative. Für sie gilt: Lieber alle Verlegewerkstoffe aus der Hand eines Anbieters. Sogenanntes Arbeiten im System ist dann angesagt. Während die Rosinenpicker die Herstellerempfehlung, im System zu arbeiten, gerne mal als Bevormundung und absatzfördernde Verkaufsmasche abtun, schenken die Komplettanwender lieber dem Versprechen Glauben, wonach nur die aufeinander abgestimmten Produkte eines Herstellers sozusagen geprüfte Sicherheit bieten. Was ist dran an den Argumenten? Unser Beitrag ab Seite 28 zeigt auf, warum es durchaus Sinn macht, den Herstellerempfehlungen zu folgen.
Wenn Betonbodenplatten und Betondecken als beheizte Fußbodenkonstruktion
ausgebildet werden, spricht man von der sogenannten Betonkernaktivierung. Vor allem bei Passiv- und Niedrigenergiehäusern ist diese Heizmethode als ressourcenschonende
Alternative auf dem Vormarsch. Wie auf einem betonkernaktivierten Untergrund Bodenbeläge sicher verlegt werden können, steht jedoch weder in der Fachliteratur, noch in irgendwelchen Merkblättern etc. geschrieben. Und spätestens da beginnen für Parkett- und
Bodenleger die Probleme. Das Anmelden von Bedenken wird nämlich in der Regel vom Bauherr oder Architekten nicht akzeptiert. Auftrag annehmen oder ablehnen? Unser Beitrag ab Seite 36 kann hier zwar keine endgültige Empfehlung geben. Er will allerdings für eine Problematik sensibilisieren, die von allen Beteiligten eine schnelle Lösung verlangt.
Ausgabe 02/2021
Wohin geht der Trend bei Laminat und Designböden? Glaubt man den Herstellern, steigt vor allem die Nachfrage nach natürlichen und organischen Materialien. Gemeint ist dabei nicht so sehr der Einsatz von biologischen Rohstoffen – wenngleich die Herstellerseite inzwischen mit Nachdruck auf nachhaltige und wohngesunde „Fußbodenzutaten" setzt. Laut dem EPLF halten Konsumenten nach Produkten Ausschau, die, wie im Falle von Laminat, natürliche Materialien nachempfinden. Das ist per se nichts Neues: Bei den Dekoren dominieren seit Jahren Holz- und Natursteindesigns. Der Trend dürfte sich allerdings in Zeiten von Corona noch einmal verstärken. Wenn der zwanglose Aufenthalt in der Natur nicht mehr uneingeschränkt möglich ist, wächst der Wunsch, sich ein Stück Natur ins eigene Zuhause zu holen. Neben biophilen Designs sollen dem Wunsch wärmere und handgefertigte Fußboden-Optiken Rechnung tragen. Welche Trends die Sortimentsgestaltung 2021 noch beeinflussen, lesen Sie in den Beiträgen „Ambiente für das Homeoffice“ und „Wie von Hand gefertigt“ ab Seite 12.
Um Laminat geht es auch in einem Schadensfall, von dem bwd-Autor Beni Lysser ab Seite 38 berichtet. Aus seiner Sachverständigen-Erfahrung weiß er: Meist ist heutzutage bei Schäden an Laminatfußböden nicht das Material schuld, sondern Fehler bei der Verarbeitung. Viel zu oft werden nämlich immer noch nicht die Verlegerichtlinien und Angaben der Hersteller beachtet, die Laminatpaketen in der Regel als Beipackzettel beiliegen. Die Folgen sind dann, um im Bild zu bleiben, häufig Risiken und die im Bericht dargestellten unerwünschten Nebenwirkungen.
Dass man schadhaftes Linoleum nicht zwangsläufig austauschen muss, schildert die Fallstudie ab Seite 44. Binnen dreieinhalb Tagen sanierte das Team von Raumausstatter Voit aus Amerang den Fußboden in einer Grundschule. Eine nachhaltige Alternative für einen nachhaltigen Bodenbelag, wie ich finde.
Ausgabe 01/2021
Anders, aber nicht schlechter!
Das Arbeitsjahr 2021 beginnt für mich völlig ungewöhnlich. Seit 1996 ohne Unterbrechung katapultierte mich die Messe Domotex – und dann später im Zweijahres-Rhythmus zusätzlich die BAU in München und die CASA in Salzburg – sozusagen direkt aus den Weihnachtsferien zurück in die Branche. Mitten rein, von Null auf Hundert. Das war ein intensiver, aber aus fachjournalistischer Sicht ungeheuer ergiebiger Jahresauftakt. Auf den Messen traf man alte
Bekannte, lernte neue Gesichter kennen, man wurde im persönlichen Gespräch sensibilisiert für Themen, die die Branche in den nächsten Monaten bewegen würden, sichtete und bewertete Neuheiten und Trends. 2021 ist alles anders. Es finden keine Präsenzmessen statt. Das Arbeitsjahr beginnt so, wie das alte geendet hat: Mit Corona und den Folgen, die die Pandemie für unsere Arbeitsweise als Journalisten hat: Wir werden alle Informationen, die Sie für Ihren beruflichen Erfolg Monat für Monat benötigen, weiterhin in erster Linie vom Schreibtisch aus beschaffen. Das ist vielleicht für uns nicht ganz so spannend, aber es geht. Statt einem persönlichen Gespräch vor Ort verabreden wir uns zu einem Interview via Teams oder Zoom. Wir besuchen virtuelle Verbandstage, informieren uns in Webinaren und nehmen an Online-Pressekonferenzen teil. Wir setzen auf jeden Fall alles daran, Sie auch im neuen Jahr umfassend über alles zu informieren, was sich in der Branche tut. Und erfreulicherweise kann ich sagen: Trotz Corona tut sich was! Eine Fülle an Beispielen, die zeigen, dass die Branche nicht stillsteht, finden Sie im Branchenteil dieser bwd-Ausgabe. Über Herausforderungen, die im Baustellenalltag unabhängig von der Pandemie warten, lesen Sie
in unserem Technikteil. Auf unseren Produktseiten (ab Seite 30) stellen wir Ihnen eine Auswahl von Neuheiten vor, die die Hersteller – klarer Fall – auch ohne Messen auf den Markt bringen.