Heftarchiv

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Alle Heftausgaben des Jahrgangs 2021
Ausgabe 12/2021
Nachhaltiges Handeln in der Fußbodenbranche bildet die thematische Klammer dieser bwd-Ausgabe. Dabei nähern wir uns dem Thema Nachhaltigkeit von unterschiedlichen Seiten. Den Anfang macht Svenja Reichardt mit ihrem Porträt von Raumausstatter Burkhard Heimbach aus Lohr (Seite 20). Heimbach kuratiert seit Jahren konsequent ein nachhaltiges Produktportfolio. Mit der Fokussierung auf eine Zielgruppe, der ein nachhaltiges Konsumverhalten am Herzen liegt, ist er gut im Geschäft.
Im Rahmen einer Umfrage wollten wir von führendenBodenbelags-herstellern unter anderem wissen, auf welche Nachhaltigkeitstrategien sie setzen und wie sich die Umsetzung dieser Strategien auf der Kostenseite auswirkt. Die Antworten ab Seite 24 geben eine spannende Positions-bestimmung. Auf der diesjährigen GHF-Tagung in Rust plädierte Heimtex-Geschäftsführer Martin Auerbach in seinem Vortrag zur Kreislaufwirtschaft für eine klare Trennung der Begrifflichkeiten und appellierte an den Großhandel und die Industrie, bei der Umsetzung der Vorgaben zur Kreislaufwirtschaft nicht auf die Politik zu warten. Mehr zum aktuellen Status quo lesen Sie in der Zusammenfassung des Vortrages ab Seite 36. Aus der Parkettlegerpraxis berichtet Beni Lysser ab Seite 46. Bei der Abnahme monierte im geschilderten Fall ein Bauherr, dass das verlegte Parkett optisch nicht dem entsprach, das er im Ausstellungsraum des Herstellers bestellt hatte. Liegt tatsächlich ein Mangel vor oder muss der Auftraggeber bei der Sortierung Abweichungen akzeptieren? Jeder bodenlegende Handwerker sollte die Saugfähigkeit von Untergründen, Spachtelmassen und Oberbelägen kennen, hat sie doch einen enormen Einfluss auf die Stabilität der gesamten Fußbodenkonstruktion. Wer die Saugfähigkeit falsch beurteilt, riskiert schnell kostspielige Schäden. Mehr dazu ab Seite 52.
Ausgabe 11/2021
In den letzten Wochen war sie endlich erlebbar: „Die neue Normalität“. Nach einer gefühlten Ewigkeit fanden in unserer Branche wieder Präsenzveranstaltungen vor Ort statt. Etwas ungewohnt mitunter und allenthalben mit Maske unter Einhaltung der Corona-Spielregeln, mutete es doch an wie ein Befreiungsschlag. Wir berichten in dieser Ausgabe von der Hauptversammlung des Bundesverbands Großhandel Heim & Farbe, die in Rust Händler und Hersteller zusammenbrachte und von der, auch vor dem Hintergrund einer trotz oder gerade wegen Corona positiven Geschäftsentwicklung, eine belebende Aufbruchstimmung ausging (Seite 18).
Wir berichten ab Seite 22 über das 6. „Workcamp Parquet“ in Schloss Groot-Bijgaarden, Belgien. 27 Handwerker aus 15 Ländern haben für eine Woche ihre Betriebe geschlossen oder Urlaub genommen, um ohne moderne Maschinen unter Zuhilfenahme alter Techniken 120 Quadratmeter Parkett zu restaurieren. Und schließlich nehmen wir Sie noch einmal mit zu den EuroSkills nach Graz, wo im September die Europameisterschaft der Berufe stattfand und unsere Zunft von Regina Fraunhofer exzellent vertreten wurde. Im Bericht ab Seite 30 gewährt sie uns einen sehr persönlichen Einblick in ihr „Wettkampf Tagebuch“. Vor Ort in Graz dabei war auch unser Österreich-Redakteur Thomas Mayrhofer, der für die bwd-Leser in Österreich seine „Landsmannschaft“ im Visier hatte (Seite 66).
Der technische Schwerpunkt dieser Ausgabe widmet sich Unterlagsbahnen,
die nicht erst im Zuge des Designbelag-Booms zum Must-have einer schwimmenden Belagsverlegung wurden. Warum Verlegeunterlagen für den bodenlegenden Handwerker einen lohnenswerten Mehraufwand darstellen, erfahren Sie in unserer Umfrage ab Seite 14. Im Fachbeitrag ab Seite 34 gehen wir auf die Möglichkeiten und Grenzen der „verborgenen Alleskönner“ ein und geben Ratschläge zur richtigen Auswahl.
Ausgabe 10/2021
Weit über 100 Tote, Tausende Obdachlose, unzählige zerstörte und beschädigte Häuser. Die Hochwasserkatastrophe in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli hat vor allem in Teilen von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen zur Vernichtung von Existenzen geführt und den Menschen buchstäblich den Boden unter den Füßen weggerissen. In Beispiel gebenden Hilfsaktionen engagiert sich unsere Branche nahezu vom ersten Augenblick an in den betroffenen Gebieten, um das Leid der Menschen zu lindern und ihnen wieder Boden unter den Füßen zu geben. Wir berichten in dieser Ausgabe ab Seite 14 über die beeindruckende Welle der Hilfsbereitschaft, die ausgehend von Facebook-Gruppen Handwerk, Handel und Hersteller gleichermaßen erfasst hat und uns bei bwd den allergrößten Respekt abnötigt. Bis zum Redaktionsschluss entfernten Boden- und Parkettleger aus ganz Deutschland auf 82 Baustellen unentgeltlich in ihrer Freizeit rund 7.000 Quadratmeter Bodenbeläge. Insgesamt 20 Tage war dafür das sich spontan als „Stripper-Kommando Ahr“ zusammengefundene Helferteam im Einsatz. Jetzt, wo es darum geht, neue Bodenbeläge in den betroffenen Immobilien zu installieren, übertrifft die Spendenbereitschaft alle Erwartungen. Stand Mitte September sind unter anderem 17.000 m² Laminat, 6.000 m² Teppichboden, 12.000 m² Unterlagsbahnen und rund 15.000 m Sockelleisten zusammengekommen. Die anfangs für die „#bodenflut“ angepeilte Traummarke von 20.000 m2 wurde längst gerissen und ein Ende ist nicht abzusehen. Unerfreulich und absehbar ist das Ende der uneingeschränkten Verwendung von Verlegewerkstoffen auf Polyurethanbasis. Sie stehen in der Kritik, Haut- und Atemwegssensibilisierungen hervorzurufen. Ab August 2023 dürfen per Gesetz nur noch geschulte Verarbeiter beispielsweise mit betroffenen Grundierungen oder Klebstoffen hantieren. Bedeutet das langfristig das Aus für PU-Produkte? Ist die Gefahr, die von diesen Werkstoffen für den Anwender in der Fußbodentechnik ausgeht, überhaupt real? Antworten darauf finden Sie in unserem Beitrag ab Seite 42
Ausgabe 09/2021
Mit einem hohen Anspruch an Funktion und Design haben sich Leisten und Profile als „Zubehörartikel“ längst zu echten Hinguckern auf dem Boden und an der Wand gemausert. Neben der Vorstellung gängiger Systeme und der Beschreibung unterschiedlicher Montagemöglichkeiten gehen wir im Rahmen unseres Heftschwerpunkts ab Seite 34 auch ausführlich auf Hohlkehlsockel ein. Nicht nur bei Lösungen „Marke Eigenbau“ kommt es bei dieser Sockel-Spielart leider immer wieder zu Schäden, die auch mit der späteren Nutzung zu tun haben. Im letzten Jahr hat der chinesische Teppichfliesenhersteller OFC die Mehrheit an Anker Teppichboden übernommen. Schon davor war es um den deutschen Traditionsweber ruhiger geworden. Seit dem 1. Juli ist mit Dirk Boll bei Anker ein neuer Geschäftsführer an Bord. Nach einer Übergangsphase präsentieren sich die Dürener nun im wahren Wortsinn „weltoffen“. Wir haben uns mit Dirk Boll und Einkaufs-Chef Karlheinz Werker zum Gespräch verabredet. Lesen Sie ab Seite 18, wohin die Reise bei Anker geht.
Zweimal wurden die EuroSkills coronabedingt verschoben. Jetzt gehen sie vom 22. bis 26. September in Graz über die Bühne. Für Deutschland im „Skill“ Bodenlegen am Start: Regina Fraunhofer. Im Gespräch mit bwd gibt sich die 22-jährige Parkettleger-Meisterin selbstbewusst. Was sie antreibt, erfahren Sie ab Seite 16. Zum Schluss noch Werbung in eigener Sache. Mit „bwd Talk“ bringen wir ab sofort ein eigenes Podcast-Format für die Fußbodenszene auf den Markt. Im Mittelpunkt stehen dabei spannende Begegnungen und interessante Gespräche mit Menschen, die die Branche bewegen. Gast der ersten Folge ist Parkettleger-Nachwuchstalent Felix Bauer. Im Gespräch mit Jan Rieken verrät er unter anderem, wie die Boden- und Parkettlegerausbildung heute aussehen muss, um gute Leute bei der Stange zu halten und für den Beruf zu begeistern.
Ausgabe 08/2021
Der Fußboden ist, wenn gleich man es im ersten Moment vielleicht nicht wirklich glauben mag, auch heute noch ein Statussymbol. Das ist vor allem bei Eigenheim-Besitzern so, deren Wohnzimmer Visitenkarte und Referenz für individuellen Stil und gesellschaftliches Standing sein soll. Und das wiederum ist nichts Neues. Schon in den ersten Jahrzehnten der Republik zeigte die Generation „Wir sind wieder wer“ gerne auch am Boden, was man hat. Bis in die 1980er-Jahre des letzten Jahrhunderts hinein galt dabei der Teppichboden als Nonplusultra in Bezug auf Stil und Komfort. Diese Wahrnehmung hat sich – lässt man einmal das Objektgeschäft außen vor, wo das textile Produkt bis heute einen hohen Stellenwert besitzt – fundamental geändert. Eine von Interconnection Consulting durchgeführte Umfrage unter deutschen Eigenheim-Besitzern, die wir ab Seite 14 vorstellen, prognostiziert dem Teppichboden in dieser Zielgruppe einen weiteren Rückgang. Zwar nutzen aktuell noch 35,8 % einen Teppichboden, davon signalisieren jedoch 45,7 % Wechselbereitschaft. Das textile Produkt leidet an seinem schlechten Image. Laut Interconnection Consulting gibt es Abzüge beim Preis-Leistungs-Verhältnis, dem Design, der Qualität und der Nachhaltigkeit. Im Wohnzimmer regiert, glaubt man den Marktforschern, inzwischen mit einem Anteil von rund einem Drittel (31,1 %, Tendenz steigend) Parkett – und das muss man heute ja schon ausdrücklich hinzufügen „aus Holz“. Wer kann, leistet sich offenbar dann eben doch das Original als ein Statussymbol, auf dem man nicht zuletzt unter Nachhaltigkeitsaspekten bevorzugt steht. Dazu passt auch, dass knapp 36 % der wechselbereiten Laminatboden-Besitzer im Wohnzimmer künftig Parkett bzw. Holz präferieren würden. Als kleiner Trost für alle Vertreter jener Belagsgattungen, die hier schlecht wegkommen, bleibt mir an dieser Stelle nur zu sagen: Keramik und Fliesen sind mit einem Anteil von 85,7 % das meistverwendete Bodenbelagssegment in deutschen Eigenheimen. Es ist halt wie immer alles relativ!