Der französische Parkettfußbodenhersteller Parquets Marty hat einen so genannten "Plan de Sauvegarde" (deutsch: Rettungsplan) beantragt.
Parquets Marty hat nach französischem Recht einen so genannten "Plan de Sauvegarde" (deutsch: Rettungsplan) beantragt. Das teilte Nybron Flooring International als Konzernmutter des französischen Parkettfußbodenherstellers mit. So soll sichergestellt werden, dass die solventen Einheiten des Unternehmens unter den Schutz des zuständigen Gerichts gestellt und restrukturiert werden können, obwohl es Forderungen mehrerer Gläubiger gibt.
"Wir ziehen damit einen Schlussstrich unter die Vergangenheit und planen einen Neuanfang für Marty", sagte Jürgen Schaubel, CFO von Nybron Flooring International. Während Bestehen des Rettungsplans läuft das operative Geschäft des Unternehmens wie bisher weiter und wird vom Management verantwortlich fortgeführt. Marty kündigt an, es werde weder Verzögerungen bei der Belieferung noch Einschränkungen beim Kundenservice geben, neue Aufträge könnten angenommen werden.
Hintergrund: Durch die so erzielte Stundung aufgelaufener Verbindlichkeiten verfügt das Unternehmen über den erforderlichen operativen Cash Flow. Der Antrag auf den Plan de Sauvegarde war nach eigenen Angaben aufgrund sich rapide verschlechternder Bedingungen auf dem französischen Markt unumgänglich geworden. Das operative Geschäft der beiden anderen Nybron-Tochtergesellschaften Kährs und Bauwerk ist nach Unternehmensangaben von dieser Entscheidung in keiner Weise betroffen.
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