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Dicke, breite Massivholzdielen schwimmend verlegen Nützliche Funktionen
_Sommersonne_
Geschrieben: Sunday, September 16, 2007 10:35:22 AM
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Wir wollten unsere Eichendielen eigentlich verkleben lassen. Unser Bodenverleger schlug jetzt vor, die Dielen schwimmend zu verlegen und in den Nuten zu verkleben. Ist das eine realistische Möglichkeit bei 20 mm breiten, 21 mm dicken Dielen?

_Klaus_
Geschrieben: Monday, September 17, 2007 6:02:31 PM
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Das kommt darauf an, wie der Einschnitt der Dielen aus dem Stamm erfolgte. Der Einschnitt bestimmt grundsätzlich die Eigenschaften des Holzes bzw. die der Dielen!

Holz und Holzwerkstoffe nehmen Feuchtigkeit aus der Raumluft auf und geben sie bei entsprechenden klimatischen Umgebungsbedingungen auch wieder an diese ab. "Holz lebt!"

-.-.-.-.-.-.-.-

Wird beispielsweise überwiegend tangential geschnittenes Holz ohne Kernholz für Ihre Dielen verwendet, so werden die Dielen ein emsiges Eigenleben entwickeln. Ob der geringe Leimauftrag in Nut und Feder den auftretenden Bewegungskräften des Holzes tatsächlich ohne später große Verformungen in den Längskanten "paroli bieten kann", ist fragwürdig.

Einfachste Möglichkeit, hier Klarheit über die mögliche Verlegeform zu schaffen, ist die Nachfrage beim Hersteller.

-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-

mfg Sachverständigenbüro für Fußbodenkonstruktionen
_carsten_
Geschrieben: Tuesday, September 18, 2007 1:33:28 AM
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hallo.

ich denke mal sie meinten 20cm breite dielen!!!

solch ein material sollte man auf keinen fall schwimmend verlegen,es wird verformungen geben die nur ein leim nicht stand halten kann.

so einen boden sollte stets fest mit dem estrich verklebt werden um verformungen zu minimieren.

vielleicht sollten sie darüber nachdenken ob ein bodenleger,der nicht einmal so ein material einbauen darf(sollte)

der richtige ansprechpartner ist.es gibt bestimmt auch in ihrer nähe eine guten parkettlegerbetrieb!



mfg



carsten
_Hermann Feldmann_
Geschrieben: Wednesday, January 09, 2008 7:24:05 PM
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Wer massive Eichendielen schwimmend verlegt und noch dazu

Nut und Feder verleimt, hat von der Parkettverlegetechnik

keine Ahnung.



Die Jahreszeitlich bedingten realtiven Luftfeuchteveränderungen werden Ihnen das Parkett stark verformen, und Blockabrissfugen sind die Folge.





Massivdielen werden entweder auf Lagerhölzern oder Blindböden genagelt bzw. geschraubt oder verklebt gemäß VOB /ATV DIN 18356 Parkettarbeiten.



Ist ein Estrich vorhanden ist von auschlaggebender Bedeutung die Ebenheit die keine starken Abweichungen aufweisen soll, so wie es bei der DIN 18202 Tabelle 3 Zeile

zulässig ist, das heist auf 1,00m Messbereich sind 4mm Buckel und Mulden zulässig, und dementsprechend sind Hohlstellen bei der Verklebung vorprogamiert.

Die Oberfläche des Estrichs muß angeschliffen werden mit 16 Körnung und dementsprechend verfestigt werden mit Epoxidharz und Quarzsandeinstreuung, damit eine feste und dauerhafte Estrichoberfläche geschaffen wird die den Schubkräften der Parkettdiele standhält.

Ausgleichsspachtelungen müssen durchgeführt werden bei einem konventionellen Zementestrich, der in der Regel nicht die geforderte Ebenheit aufweist, wie ein Anhydrit-

fließestrich, damit eine vollflächige Verklebung bzw. Benetzung 80 % erreicht wird.



Verklebung sollte mit einem hochwertigen 1 K Polyflex ca. 2,0 N/mm vorgenommen werden und dementsprechender Zahnung

B 12



Die Einbaufeuchte der Parkettdiele sollte in der Masse bei

9 % Holzfeuchte liegen, die Ihnen ein kompetenter Parkettlegermeister kontrollieren und einbauen wird.



Ein Bodenleger ist bestimmt nicht der richtige Ansprechpartner für solche Parkettarbeiten.
Lanolina
Geschrieben: Tuesday, March 16, 2010 11:58:38 AM
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Beiträge: 1
Punkte: 3
Wohnort: Stuttgart
Hi,
schwimmend verlegt und mit Edelstahlklammmern am Rand rundherum fixiert.

Dielen werden auf eine Unterkonstruktion genagelt so dass sie
arbeiten können. Die niederländische Variante erlaubt ein Arbeiten
des Holzes. Man muss nur vermeiden, dass es bei Rutschen über den
Untergrund Geräusche macht oder verspannt (Dielen, die auf den
Auflagern beim Drübergehen quitschen, sind ein bekanntes Übel).


Dielen sind (immer) lauter als Parkett, egal ob auf Verlattung genagelt
oder schwimmend geklammert, weil ihnen an Gewicht fehlt, den Schall zu
dämpfen.


Massivholzdielen
Bodenleger
Geschrieben: Wednesday, March 24, 2010 6:07:36 PM
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Beiträge: 22
Punkte: 66
Wohnort: egal
Kleben ist Sinnvoll und Zielführend.


Gruß Bodenleger
Boo hoo!
Frederik
Geschrieben: Tuesday, May 04, 2010 6:03:22 PM
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Beiträge: 10
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Wohnort: Hipstedt
Zunächst einmal darf auf keinen Fall Nut und Feder miteinander verleimt werden, da der Boden seinen Bewegungsausgleich durch Quellen und Schwinden über Holzrisse holen würde. Gibt dem Boden zwar ein originelles Aussehen, wird aber meist vom Bewohner nicht geschätzt.

Wir haben im Büro sehr breite Massivholzdielen aus Eiche. Breiten bis 400 mm, Stärke 21 mm, Längen bis 6 m. Der gesamte Boden wird über Gurte unter den Dielen zusammen gehalten. Der Boden ist jetzt 4 Jahre alt und liegt phantastisch. Natürlich ist etwas Bewegung im Boden, es ist ja auch ein lebendiges Material, aber es stört oder beeinträchtigt nicht im geringsten. Bei den sehr breiten Dielen haben wir teilweise eine Wölbung von 3 bis 5 mm. Das hört sich sehr viel an, aber man sieht es nicht. Wenn man drauftritt dämpft der Boden wunderbar den Schritt.

Bei massiven Dielen bevorzuge ich die schwimmende Verlegung (bis zu einer bestimmten Größe und wenn keine schweren Möbel drauf stehen), dann die Verschraubung und zum Schluß die Verklebung mit einem hochwertigen PU-KLeber.
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