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Mitglied seit: 1/1/2006 Beiträge: 3 Punkte: 3
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Wir haben vor ca. 1 Jahr in unserem Neubau 3 Monate nach Einzug einen Kaminofen aufstellen lassen. Aus Feuerschutzgründen muss auf dem Parkett eine Glasplatte (o. ä.) verlegt werden.
Nun haben wir festgestellt,das unter der Glasplatte Schimmelspuren zu erkennen sind und dies als Mangel angezeigt.
Ein Mitarbeiter der Parkettfirma hat sich die Sache angeschaut und meinte dazu, dass der Schimmel uns anzulasten wäre, da wir eine Glasplatte unter dem Ofen verlegt haben und dies mit Silikon zu 3/4 abgedichtet hätten. Stattdessen hätten wir zwischen Glasplatte und Parkett Abstandshalter mit mind. 8mm einfügen müssen um ein
"Parkettklima" zu ermöglichen.Aus diesen Gründen weisen sie die Mängelanzeige zurück.
Die Firma, die den Estrich verlegt hat, hat übrigens auch den Parkett verlegt.
Wir wollen nun einen Gutachter einschalten, da wir der Meinung sind, das der Mangel auf Seiten der Estrich/Parkettfirma liegt.
Welches urteil wird der Gutachter wahrscheinlich fällen und wie sieht es mit den Kosten für den Gutachter aus??
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Mitglied seit: 1/1/2006 Beiträge: 1 Punkte: 3
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das mit dem Sachverständigen wäre sehr gut zu überlegen,da
meines Erachtens nach der Parkettleger den Mangel als berechtigt zurückweist.
Dieser Schimmel ist mit Sicherheit auf unzureichende Belüftung unterhalb der Glasplatte zurückzuführen,dem-
zufolge hat der Parkettleger Recht wenn er sagt die Glasplatte muß auf Klötzen liegen um eben eine vollflächige
Hinterlüftung zu gewährleisten.Da Sie diese natürlich auch noch zu 3/4 mit Silikon abgedichtet haben kann natürlich
fast kein Luftaustausch erfolgen.Durch den Temperarturwech-sel beim Beheizen des Ofen kann sich unter der Platte Tauwasser bilden,was dann wiederum zur Schimmelbildung führen kann wie in diesem Fall.
Auch den Estrichleger,hier der gleiche Unternehmer wie der Parkettleger,trifft kein Verschulden,da nämlich wenn der
Estrich noch feucht gewesen wäre beim Einbau des Parkett-
boden,der Parkettbelag erhebliche Verschüsselungen und Auf-
wölbungen zeigen müßte.Dies ist kein Indiz dafür das Schimmel auf der Fläche ist.
Diesen Schaden haben Sie sich selbst mit der vollflächig aufgelegten und abgedichjteten Platte zugefügt.
Einen SV können Sie kommen lassen,die Kosten hierfür können
Sie direkt bei dem SV erfragen.Telefonummern hierfür bekom-
men Sie bei der für Sie zuständigen Handwerkskammer.
Überlegen Sie sich es aber gut,meines Erachtens bleiben die Kosten voll bei Ihnen hängen.
Außerdem warum gleich SV ?
Kann man dies nichtr einvernehmlich mit dem handwerker lösen ? Oder sind Sie auch einer von den Bauherren die alles gleich mit einem SV machen um den Handwerker seine Rechnung zu kürzen ? Mir kommt es so vor.
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Mitglied seit: 5/3/2010 Beiträge: 10 Punkte: 30 Wohnort: Hipstedt
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Sehr interessantes Thema! Sollte man aber hier nicht fragen, woher die Feuchtigkeit kommt?. Die Glasplatte und die Abdichtung lassen Dampf nicht durch, also muß durch die Unterkonstruktion Wasserdampf diffundieren. Ist also möglicherweise die Dampfsperre undicht, evtl. auch das Mauerwerk?
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Mitglied seit: 1/22/2010 Beiträge: 29 Punkte: 87 Wohnort: egal
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Hallo Frederik Du der Ralf liegt da näher dran, als du. Weil Holz seine Ausgleichsfeuchte herstellen möchte. Das gleiche passiert auch wenn man Blumentöpfe direkt auf den Parkett stellt. Selbst mit Untersetzer, da kommt auch keine Luft mehr ran. Vele denken dann Sie hätten daneben gegossen, liegt aber meist an dem das Ralf so toll beschrieben hat. Kondenswasser !
Gruß Bodenleger
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Mitglied seit: 5/3/2010 Beiträge: 10 Punkte: 30 Wohnort: Hipstedt
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Hallo Bodenleger, Ralf hat hier zwar mit dem Ergebnis recht, aber nicht mit seiner Erklärung. Grundsätzlich ist es natürlich richtig, dass es weniger Probleme gibt, wenn die Glasplatte auf Abstandshalter gelegt wird. Das Wasser im Holz kann abgeführt werden. Dennoch ist es nicht schön, dieses zu tun. Erstens stolpert man über die Kante und zweitens bildet sich Schmutz unter der Platte. Deshalb wollen eben viele Bewohner eine satt aufliegende bzw. eingelassene Glasplatte. Und die für mich wichtige Frage ist nun, ist es technisch überhaupt möglich. Deshalb möchte ich mir den Prozess doch mal genau ansehen. Die Begründung mit dem Tauwasser ist nicht schlüssig. Wenn das Holz eingebaut wird, sollte es etwa 9 % Holzfeuchtigkeit haben. Wird das Holz erwärmt hat es immer noch 9 %, kühlt es sich ab, auch. Holzfeuchtigkeit ist definiert mit dem Verhältnis von Masse des Wasser zur Masse der trockenen Holzsubstanz. Natürlich immer vorausgesetzt, dass Wasser weder zu- noch abgeführt wird. Dem Tauwasser ist das erstmal ziemlich egal. Pilze entstehen jedoch erst, wenn das Holz über lange Zeiträume (Wochen) eine Holzfeuchtigkeit von über 30 % hat. Die restlichen 21% Feuchtigkeit müssen also irgendwie reinkommen! Durch die Glasplatte sicherlich nicht, die ist dicht. Das seitlich angrenzende Holz fällt auch aus, da es dann auch an die 30 % haben müßte. Es bleibt also nur die Unterseite und damit der Estrich. Normalerweise wird eine Dampfsperrfolie unter den Estrich gelegt. Und genau sie ist m.E. die Schwachstelle. Erstens geht auch durch eine Dampfsperrfolie in ganz geringem Umfang Wasserdampf hindurch. Genau genommen ist sie also eine Dampfbremse. Und hier stellt sich die Frage wieviel Wasser innerhalb eines Jahres durch diese Folie diffundieren kann. Zweitens könnte die Folie aber auch beschädigt sein, sodass hier Wasser eingebracht wird. Drittens könnte es sein, dass die Folie an den Wänden nicht hochgezogen ist, sodass über die Aussenwand das Wasser eintreten kann. Vermutlich der Kasus Knacktus, aber welcher Hellseher vermag das im Nachinein beurteilen? Wie gesagt, die Glasplatte auf Abstandshalter zu legen ist so oder so eine sichere, wenn auch keine schöne Lösung. Wir haben die Glasplatte zweimal in Massivholzdielen eingefräst, aber hier war kein Estrich, sondern eine Balkenlage der Untergrund, sodass sich die Feuchtigkeit viel besser verteilen kann.
Gruß Frederik
P.S. Blumentöpfe auf dem Parkett; Da würde ich erstmal annehmen, dass das Wasser vom Blumentopf durchdiffundiert.
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Mitglied seit: 1/22/2010 Beiträge: 29 Punkte: 87 Wohnort: egal
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Da hast Recht , das Parkettholz sollte so um die 9% haben. Aber das behält es nie und nimmer immer. Leider wird das Holz trockener (Fugenbildung) und nimmt wieder Feuchtigkeit auf (Fugen schließen sich wieder). Unter der Glasplatte kondensiert die Feuchtigkeit vom Holzfeuchtewechsel und hält dann das Parkett schön dauerfeucht. Und schwups ist der Schimmel oder sonstwas da. Das mit dem ausfräßen und Glasplatte rein habe ich auch schon gemacht , sogar auf Fußbodenheizung, Auf speziellen Kundenwunsch. Aber damal nur mit Haftungfreistellung. Damal rechnete ich eher mit Verwerfungen und Schwund. Heute würde ich es eher ablehnen. Die meisten Kunden machen ein Blech drauf , oder lassen vom Ofenbauer ne Glasplatte liefern.
Aber das mit der Kondensfeuchte halte ich nicht für ausgeschlossen. Wenn irgendeine Abdichtung mangelhaft wäre, wären noch ganz andere Probleme da. Zum Beispiel , veränderungen an der Sockelleiste(aufquellen des Funiers, rostige Nägel) , Quellung ,Stauchungen in der Fläche .
Gruß Bodenleger
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Also, wenn ich es mir genau überlege, bezweifle ich, dass da wirklich neue Schimmelspuren aufgetreten sind. Damit Schimmel entstehen kann, muß das Holz über längere Zeit feucht sein. Und Bodenleger, Du hast Recht, dann müßten Verwerfungen u.s.w. aufgetreten sein. Davon ist hier aber nicht die Rede. Manchmal sieht Asche vermengt mit Holzkohle den Schimmelspuren sehr ähnlich. Gruß Frederik
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