„roomy-Verleihung“ Spot an für die Spitzenleute der Branche

Der „roomy“ wird zum Maß der Dinge

Wenn sich die Bewerber zum Jahresziel setzen, den Branchenoscar vom wichtigsten Kongress der Innenausstattungsszene mit nach Hause zu nehmen, ist der Kristallwürfel gefallen: Der „roomy“ ist schon heute der Inbegriff eines Qualitätssiegels.

Bild: Kober
Gruppenbild mit „roomy“: Die Sieger 2007 heißen Holger Konz und Christian Schaeffer von der BHG, Trier,... mehr

Das bedeutet jede Menge Verantwortung. Thomas Böhmler, der Geschäftsführer der gleichnamigen Münchner Objekt GmbH, ist niemand, der damit leichtfertig umginge. Er wünscht sich schon jetzt mehr Zeit, um fürderhin alle eingegangenen Konzepte vergleichen, verstehen und bewerten zu können: „Den Ordner aus diesem Jahr habe ich noch zu Hause“, sagt er nach der Preisverleihung. Ja, die Preisverleihung: Es verrät viel über das Standing, das eine erst für das Vorjahr geschaffene Auszeichnung im Markt genießt, wenn tatsächlich Oscaratmosphäre aufkommt, als die Initiatoren Klaus Stolzenberger, Marketingleiter der Uzin Utz AG, sowie Stefan Heinze, Chefredakteur von ’boden wand decke‘, zur Tat schreiten.

Als später der „Ehrenpreis“ in den Kategorien „Beste Leistung im Handwerk“, „Bester Networker der Branche“ und „Beste Marketingidee“ vergeben ist und die Dankesworte gesprochen sind, wird Heinze seiner Freude über die „unternehmerische Kreativität und die Visionen“ Ausdruck verleihen, die nötig seien, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. So gesehen trägt jeder, der sich für die Vergabe des „roomy“ engagiert, dazu bei, dass diese schon mal als innovationsarm verschriene Branche nicht ihr Herz verliert: Denn das Undenkbare muss heute gedacht werden, um den Ideen, die morgen Erfolg bringen, Leben einzuhauchen. Deshalb darf nach dieser RaumWelt jeder, der Zeuge der siegreichen Konzepte geworden ist, ein Stück zuversichtlicher nach Hause gehen und sich vielleicht vom Schwung der mutigen Gewinner und Nominierten anstecken lassen. „Als ich das Unternehmen 2000 übernommen habe, war klar, dass der Marketingbereich einer unserer Schwerpunkte für die Zukunft sein wird“, erklärt der von mehr als 450 beeindruckten Kongressbesuchern gefeierte Parkettleger Udo Herrmann. Mit einem multimedialen Mix aus einer stylishen Homepage, einem Imagefilm auf höchstem Niveau und Prospekten „À la carte“ für 120 Gastronomen aus der Region legt der Holzbodenexperte aus Bürgstadt am Main ein eindeutiges Zeugnis dafür ab, dass ein Kokettieren mit der Vergangenheit und alten Handwerkstraditionen nicht den Weg zu den Markterfolgen von morgen weist.

Dass bei so viel Professionalität die Emotionen gleichwohl die Einmaligkeit des Moments unterstreichen, macht den Auftritt der Herrmanns so unvergesslich. Während nämlich der Chef noch am RaumWelt-Pult des weltberühmten Gürzenich von der selbstbewussten Zielsetzung berichtet, den „roomy 2007“ entgegennehmen zu wollen, sieht es für einige Sekunden aus, als kämpfe seine Frau Birgit auf der Bühne mit den Tränen. Doch auch die Ideen der von der Jury ebenfalls nominierten netto-Einkaufsgruppe aus Balsthal in der Schweiz und der tilo GmbH aus dem österreichischen Lohnsburg führt Herbert Schmitmeier aus. Der geschäftsführende Gesellschafter der Frankfurter Agentur Intermarket und Mitglied der hochkarätig besetzten, neunköpfigen Jury besitzt die Branchenkenntnisse, um mit den besten Konzepten der Bewerber gleichsam einen Bogen zur kreativen Vorbildveranstaltung am Rhein zu schlagen: So ist nach seinen Worten „das einzige Event dieser Art“ der würdige Rahmen, um die zu feiern, die sich mit Mut sowie Innovationskraft zu den Schrittmachern für die Entwicklung der Innenausstattungsszene aufgeschwungen haben. Dass dafür millionenschwere Marketingetats keineswegs zwingende Voraussetzung sind, beweist die Tatsache, dass alle Preisträger aus dem Handwerk kommen.

Vorzeigehandwerker räumen die Preise ab

So dürfen sich für zwölf Monate die Herren Franz Kettele, Klaus Trikal, Gerd Schlick und Sebastian Werlberger aus Österreich als beste Networker der Branche fühlen und bezeichnen. Allesamt gestandene Handwerksunternehmer, wie Laudator Achim Hartmann, Key Account Pkw der Mercedes-Benz-Vertriebsorganisation Deutschland, das Quartett charakterisiert, haben sie sich zur Floor and More Handels- und Verarbeitungs GmbH mit Sitz in Zauchen bei Villach zusammengeschlossen. Nach dem Motto „Gemeinsam stark“ haben sie laut Schmitmeier binnen kurzer Zeit einen Anteil von 15 Prozent am Objektgeschäft in der Alpenrepubik erobert. Nicht minder spannend sind die Netzwerkstrategien der Marburger Tapetenfabrik in Kirchhain und der Handwerkerkooperation Akzentos in Hamburg, die von der Jury ebenfalls in dieser Kategorie nominiert wurden. Auch Jörg L. Jordan, Chef des gleichnamigen Großhandelshauses und durchaus als kritischer Branchenbeobachter bekannt, zollt den Gewinnern in der Kategorie „Beste Leistung im Handwerk“ und damit dem „roomy“ als Referenz für die Besten Respekt: So bekommen Holger Konz und Christian Schaeffer, die stellvertretend für die Kooperation BauHandwerksGesellschaft (BHG) in Trier den dritten roomy in Empfang nehmen, vom Unternehmer im Namen der W.&L.-Jordan-Stiftung zusätzlich 500 Euro überreicht.

„Das Erkennen von Märkten und Bedürfnissen in einer sich wandelnden Gesellschaft“ nennt Peter Umkehr vom Versicherer Münchener Verein in seiner Laudatio als große Stärke des Anbieters, der konsequent auf gewerkeübergreifende Dienstleistung setzt. So wurden als Stoßrichtung für die eigene Entwicklung klar das Luxemburg-Geschäft sowie die Zielgruppe der potenziellen Sanierer definiert, die älter als 50 Jahre sind. Nominiert wurden ferner die Farbfee Sandra Bauscher, Niederdorfelden, und Fußboden Brandenburg, Gummersbach. Man sieht, die Jurymitglieder haben sich ihre Entscheidung nicht einfach gemacht – die wichtigste Erkenntnis für Hans-Joachim Schilgen, Geschäftsführer des Verbands der Deutschen Heimtextilien-Industrie: „Von den Gewinnern können wir alle noch viel lernen.“

Reinhold Kober

reinhold.kober@holzmannverlag.de

 
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