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roomy 2009

Netzwerken mit Johann Lafer

 
01.12.2009
 
Netzwerken mit Johann Lafer
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Bild: Wolfson

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Foto: Holzmann Verlag

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Über 300 Teilnehmer, internationale Top-Referenten und ein prominenter Talk-Gast machten auch in diesem Jahr deutlich: Das Zukunftsforum roomy ist der Lead-Event der Innenausstattungsbranche.

Bereits zum vierten Mal veranstalteten das Fachmagazin ‚boden wand decke’ und Ufloor Systems am 27. und 28. November 2009 in Ulm das Zukunftsforum roomy. Das Motto des führenden Kongresses der Innenausstattungsbranche lautete in diesem Jahr: „Netzwerke 2010 – Strategien für den Erfolg von morgen“.

Über 300 Teilnehmer aus dem boden- und raumausstattenden Handwerk, dem angeschlossenen Groß- und Einzelhandel, der Industrie und dem Kreis der Architekten und Planer nutzten im Congress Centrum Ulm die Möglichkeit zum umfassenden Gedanken- und Ideenaustausch.

Internationales Publikum

Neben Gästen aus Österreich und der Schweiz waren weitere Teilnehmer unter anderem aus den Niederlanden und England angereist. Als besonderen Service und als Referenz an die Internationalität des Kongresses wurden sämtliche Vorträge simultan ins Englische übersetzt.

Wie bereits im letzten Jahr führte auch beim Zukunftsforum roomy 2009 die bekannte Fernesehmoderatorin Nina Ruge charmant und kenntnisreich durch ein hochkarätiges Programm.

Beflügelt wurden die Teilnehmer von elektrisierenden Vorträgen internationaler Top-Referenten wie dem Dirigent, Produzent und vierfachen Grammy-Gewinner Christian Gansch oder Bernd Raffelhüschen, Professor für Finanzwirtschaft und langjähriger Berater der Deutschen Bundesregierung.

Emotion und Information

Gansch zog in seinem äußerst emotionalen Vortrag eindrucksvolle Parallelen zwischen dem "Netzwerk Orchester" und dem erfolgreichen Netzwerken in der betrieblichen Praxis. Bernd Raffelhüschen machte zum Abschluss des ersten Veranstaltungstages in einer kabarettistischen Vorstellung klar, warum das Netzwerk der sozialen Sicherung, namentliche die Rente, die Gesundheitsfürsorge und die Pflege im Alter angesichts der demografischen Entwicklung in Deutschland mehr als unsicher geworden ist.


Besonders aufschlussreich war eine Talkrunde mit Mitgliedern des Netzwerkes Bayern Handwerk International (BHI). Auf der roomy-Bühne erläuterten drei Teilnehmer aus der insgesamt zwölf Unternehmen umfassenden Kooperation, warum sie sich als Netzwerker engagieren, welcher Voraussetzungen es dazu bedarf und welche Hürden es auf dem Weg zum erfolgreichen Networking zu meistern gilt.


Weitere Vorträge widmeten sich dem Networking im Internet und dem Netzwerk "GenerationenCenter", Dortmund. Letzteres ist eine Initiative, die bisher einzigartig Handwerks- und Dienstleistungen für alle Bevölkerungsgruppen anbietet.


Verleihung des roomy-award

Höhepunkt des Zukunftsforum roomy war auch in diesem Jahr die Verleihung des roomy-award im Rahmen der „Netzwerker-Party“, die im Ulmer Szene-Club „Theatro“ stattfand.

Eine neunköpfige Jury aus führenden Vertretern der Raum- und Innenausstattungsbranche kürte aus insgesamt 25 preiswürdigen Bewerbern die Gewinner des roomy-award 2009 in Gold, Silber und Bronze.

Qualität setzt sich durch, deshalb dürfen sich die Netzwerker von Fußboden Bauer, Kothen, ein Jahr lang "Die Besten der Branche" nennen. Klaus und Christoph Bauer haben es geschafft, mit ihrer "Welt der Böden" anspruchsvolle Kunden aus einer Entfernung von 100 Kilometer in ein 450-Seelen-Dorf in der Rhön zu locken. Gleichzeitig organisieren sie mit der Kooperation SINNreich von mehreren Handwerks- und Dienstleistungsunternehmen hochwertige Events, zu denen jeder Mitgliedsbetrieb seine 400 wichtigsten Kunden einlädt.

Das Konzept der zweitplatzierten Initiative Bayern Handwerk Exklusiv zielt unter anderem auf eine gemeinschaftliche Kundenakquise in ausländischen Märkten ab. Kleine und mittlere Handwerksbetriebe bauen Strukturen auf, um profitable Projekte auf der ganzen Welt zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Die Mitglieder haben es sich zum Ziel gesetzt, in ihrem Bereich das Label "Made in Germany" zum Erkennungszeichen für hochwertige Handwerksleistungen zu machen.

Auf dem dritten Platz landete mit dem Konzept der IDA Kooperationspartnerschaft der Ambiente Marketing GmbH eine Initiative mit ganz klarer Zielgruppendefinition. Die Macher bieten Apothekern gemeinschaftlich ganzheitliche Lösungsansätze zur Gestaltung kundenfreundlicher Räume. Dafür wurde eine Musterapotheke entworfen, nach deren Vorbild binnen 18 Monaten zehn Apotheken realisiert wurden.

Sternekoch und Clubbing

Für die Verleihung des roomy-award 2009 bot das "Theatro" im Herzen von Ulm die passende Kulisse. Im stylisch-futuristischen Ambiente feierten Preisträger und Gäste dann gemeinsam bis spät in die Nacht. Und sie füllten dabei den Netzwerkgedanken mit Leben. Statt einer starren Tischordnung setzten die Veranstalter diesmal übrigens auch beim Essen auf Flexibilität. Gleichsam im Vorübergehen verwöhnte Sterne-Koch Eberhard Aspacher die kommunikativen Runden mit einem 15-gängigen Fingerfood-Menü.


Der zweite Veranstaltungstag bot traditionell eine Kombination aus individuellen Workshops und unterhaltsamen Plenarvorträgen.

Ein erster Höhepunkt am zweiten Tag: Johann Lafer "live" auf der roomy-Bühne. Der beliebteste Fernsehkoch Deutschland gab Tiefe Einblicke in seine persönlichen Netzwerke. Im VIP-Talk mit Nina Ruge sprach Lafer offen über die wirtschaftliche Dimension seiner zahlreichen Unternehmungen und räumte dabei auch ein, dass er seinem rastlosen Networking-Engagement schon mal gesundheitlichen Tribut zollen musste.

Hoher Praxisbezug

Zum Auftakt des zweiten Tages nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit, und holten sich in insgesamt fünf Workshops praxistaugliche Rezepte für den unternehmerischen Alltag. „Networking mit Banken“, „Profitieren von Xing & Co.“ oder „Wie funktioniert Netzwerk- und Empfehlungsmarketing“ lauteten beispielsweise die Schwerpunktthemen.

Den Abschluss des Zukunftsforum roomy 2009 bildete Rhetorik-Professor Gerhard Lange. Abseits der Bühne eher unauffällig, explodierte der betagte Redner auf der Bühne förmlich und zog die Teilnehmer durch die Macht seiner Worte in Bann.

Fazit: Auch diesmal erwies sich das Zukunftsforum roomy wieder als außergewöhnlicher Impulsgeber für Handwerker, Fachhändler und Hersteller der Innenausstattungsbranche. Die unkonventionelle Mischung aus Information, Inspiration und Unterhaltung kam bei den Gästen einmal mehr an.





Geschrieben von Stefan Heinze