Die Gemeinschaft Emissionskontrollierte Verlegewerkstoffe (GEV) ist übereingekommen, dieses Jahr einen Zusatz zu den EMICODE-Klassen einzuführen; das große „R“ kennzeichnet die nach dem EMICODE zertifizierten Produkte, die Arbeitsschutzmaßnahmen erfordern. Laut GEV wurde diese Unterscheidung notwendig, weil die so genannten silanterminierten Klebstoffe am Markt zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Obwohl diese Stoffgruppe ohne den Zusatz von Lösemitteln formuliert wird, entwickeln die entsprechenden Klebstoffe bei und nach einer Applikation als Reaktionsprodukt eine geringe Menge an flüchtigem Methylalkohol.
Die Konzentration in der Raumluft ist nachweislich gering sowie selbst für den Verarbeiter so gut wie nicht wahrnehmbar. Bei der späteren Nutzung spielt Methylalkohol – da leicht flüchtig – gar keine Rolle mehr. Die GEV möchte dennoch durch die Kennzeichnung Verarbeiter sowie Verbraucher auf gegebenenfalls notwendige Maßnahmen in Sachen Arbeitsschutz hinweisen. Silanterminierte Klebstoffe scheinen bei der GEV-Neu-Kennzeichnung indes nur den Anfang zu machen; da der Umgang mit emissionsarmen Reaktionsharzen sowie zementären Produkten ebenso Arbeitsschutzmaßnahmen notwendig machen kann, sollen auch jene Produkte spätestens ab 2007 – solange läuft die Übergangsfrist für die Hersteller – mit dem neuen „R“-Signet versehen werden.
Auszeichnung ist seriös
Dazu hat die GEV ihr Klassifizierungssystem EMICODE erweitert – zertifiziert werden neben Klebstoffen für Bodenbeläge, Parkett und keramische Fliesen, Grundierungen, Spachtelmassen sowie Dämmmaterialien ab sofort auch Flächendichtstoffe wie Verbundabdichtungen sowie Dichtungsschlämme.
Dass mit „EC 1“ ausgezeichnete Produkte Wort halten, ist das beruhigende Ergebnis einer von der GEV veranstalteten Stichprobenanalyse. K