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bwd Fachinfo

Haarrisse

 
Heft 9/2007
 

Als Haarrisse werden die im Verlauf der Vorbereitungsarbeiten am trockenen, belegreifen Untergrund feststellbaren feinsten Risse bezeichnet. Sie können dann entstehen, wenn derAbbindevorgang des frisch eingebrachten Estrichmörtels gestört wird. Ursache kann eine zu schnelle Austrocknung der Estrichoberfläche durch Sonneneinstrahlung oder Zugluft sein. Der Bodenleger muss erkennen, ob es sich tatsächlich um Haarrisse handelt, die nur auf den Oberflächenbereich des Estrichs beschränkt und nur wenige Millimeter tief sind, oder ob es sich um völlig durch den Untergrund reichende Risse handelt. Feststellen lässt sich dies, wenn man abwechselnd auf die den Riss bildenden Estrichteile tritt. Federn sie gegeneinander, muss der Riss durch entsprechende Maßnahmen (Ausgießen mit Kunstharzen) kraftschlüssig geschlossen werden. Handelt es sich tatsächlich um Haarrisse, sind diese unbedenklich. Sie können mit einer guten Dispersionsspachtelmasse überspachtelt und geschlossen werden. Das natürlich nur unterder Voraussetzung, dass der Untergrund, der Estrich so ausgetrocknet ist, dass er sich in keiner Weise mehr bewegt, die Schrumpfungsvorgänge also völlig abgeschlossen sind.