bwd Herr Schmidhammer, wie können Klebstoffreste gefährlich werden?
Schmidhammer Nehmen wir die Renovierung einer Küche, in der vor etwa 20 bis 30 Jahren Linoleum verlegt wurde. Damals kamen Kunstharz- bzw. Lösemittelklebstoffe zum Einsatz. Wenn diese Klebstoffreste nicht ordentlich entfernt werden, können sie, sobald sie mit lösemittelfreien Dispersionsklebstoffen in Berührung kommen, wieder aktiviert werden. Dadurch kann es zu Rissbildungen in der Spachtelmasse und deren Ablösung kommen. Die Folge sind Blasenbildungen und die Ablösung des Oberbelags. Auch Geruchsbelästigungen können auf diese Weise entstehen.
bwd Wie geht man gegen Klebstoffrückstände am besten vor?
Schmidhammer Um einem Schadensfall vorzubeugen, sollte der Bodenleger auf gutes Werkzeug setzen: Am besten entfernt er die Klebstoffrückstände, indem er sie mit einem Frästeller (Kupferscheibe, Korn 14, Widea-Split) weitestgehend abschleift. Da sich die Klebstoffreste farblich vom Estrich abheben, erkennt man auf den ersten Blick, wie viel vom alten Klebstoff noch übrig ist. Vollständig wegbekommen wird man die Rückstände allerdings nicht. eg
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